| 20:38 Uhr

Mord an Freiburger Studentin
Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für Hussein K.

Freiburg. Im Prozess um den Mord an der Studentin Maria L. aus Freiburg hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Angeklagten gefordert. Zudem müsse die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, forderte die Staatsanwaltschaft laut einem Sprecher am Freitag im Plädoyer vor dem Landgericht Freiburg. Eine vorzeitige Freilassung wäre damit nahezu ausgeschlossen.

Im Prozess um den Mord an der Studentin Maria L. aus Freiburg hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung für den Angeklagten gefordert. Zudem müsse die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, forderte die Staatsanwaltschaft laut einem Sprecher am Freitag im Plädoyer vor dem Landgericht Freiburg. Eine vorzeitige Freilassung wäre damit nahezu ausgeschlossen.


Der Angeklagte, dessen Alter nicht zweifelsfrei feststeht, soll nach Auffassung der Staatsanwaltschaft nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden, wie der Sprecher sagte. Hussein K. ist nach eigenen Angaben 19 Jahre alt. Daran bestehen aber Zweifel. Die Anklage wirft K. Mord und schwere Vergewaltigung vor. Die 19-jährige L. ertrank im Oktober vergangenen Jahres in dem Fluss Dreisam. Kurz nach Beginn des Prozesses gestand K. die Gewalttat. Er räumte ein, die 19-Jährige misshandelt, gewürgt und bewusstlos in einem Fluss zurückgelassen zu haben. K. entschuldigte sich bei der Familie des Opfers. Die Eltern treten im Prozess als Nebenkläger auf. K. sagte mehrere Stunden umfassend aus, ließ aber auch viele Fragen unbeantwortet. So berief er sich bei seiner Aussage oft darauf, dass er sich nicht erinnere.

Der Angeklagte stammt nach eigener Darstellung aus Afghanistan, flüchtete über die Türkei nach Griechenland und 2015 nach Deutschland. In Griechenland saß er bereits wegen einer Gewalttat im Gefängnis. Er wurde im Dezember 2017 festgenommen. Am Montag sollen Nebenklage und Verteidigung plädieren. Für den 22. März wird das Urteil erwartet.