Eltern in Deutschland fühlen sich stärker unter Druck

Hamburg · Eltern fühlen sich trotz zahlreicher Reformen bei der Familienförderung offenbar nicht entlastet. Das geht aus einer Emnid-Umfrage hervor. Demnach spüren 87 Prozent der Befragten zunehmenden Druck. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe sich verschlechtert, anstatt sich zu verbessern, hieß es. Während vor vier Jahren noch 43 Prozent sagten, dass sie damit gut klarkommen, sind es nun nur noch 29 Prozent. Die Studie belege, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern oft nicht mit den Annahmen der Politik übereinstimmen, teilten die Autoren mit.

Der Ausbau des Elterngeldes und der Vätermonate, die Kindergelderhöhung und die erweiterten Kita-Angebote, all das scheint in seiner Wirkung zu verpuffen. Wichtiger als der weitere Ausbau der Kinderbetreuung ist den meisten Eltern finanzielle Förderung wie die kostenlose Krankenversicherung nicht berufstätiger Ehepartner (60 Prozent) oder deutlich mehr Kindergeld (55 Prozent).