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vier Pflegeheime im kreis Saarlouis haben viele Corona-Fälle

Registrierungspflichtiger Inhalt: Alte und Kranke besonders betroffen : Vier Pflegeheime im Kreis Saarlouis bereiten Sorgen

Von derzeit 471 akuten Infektionen (Stand Freitagmittag) sind rund 35 Prozent bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen nachgewiesen, 142 insgesamt. Auch ein großer Teil der Todesfälle an oder mit Corona ereignen sich in diesem Bereich, in den letzten Wochen weit mehr als die Hälfte, schätzt Landrat Patrik Lauer: „Dort sind die Schwächsten.“

Lauer ergänzt: „Vier Einrichtungen bereiten uns im Moment besonders Sorge“; Namen nennt er nicht. Doch die Kreis-Statistik zeigt derzeit Häufungen: So sind in Ensdorf 45, in Dillingen 42, in Rehlingen-Siersburg 28 und in Schwalbach 18 Heimbewohner erkrankt. Weitere Fälle in Heimen gibt es in den Kommunen Wallerfangen (3), Saarlouis (2), Wadgassen (2), Schmelz (1) und Nalbach (1).

Weil in den Heimen häufig getestet werde, falle ein Infektionsgeschehen inzwischen schneller auf. Lauer plädiert dafür, auch das Personal in den Heimen, nicht nur die Bewohner vorrangig zu impfen, doch das hat das Gesundheitsministerium zu entscheiden. „Hier sollte man die Taktik überdenken“, findet Landrat Lauer.

Denn über das Personal kann das Virus in die Einrichtungen gelangen. „Besuchsmöglichkeiten haben die meisten Träger schon stark eingeschränkt, aber auch hier muss man abwägen, das ist menschlich schwierig“, meint Lauer. Besuche sind nur nach einem Corona-Schnelltest erlaubt. „Aber ein Restrisiko bleibt.“