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CDU Saarlouis Innenstadt kritisiert Handel in Corona Merzig Hoffeld

Registrierungspflichtiger Inhalt: Corona-Pandemie : „Ungerecht und unverständlich“: CDU kritisiert Situation im Handel

Die CDU Saarlouis-Innenstadt kritisiert, dass Discounter und große Märkte wie Globus Aktionsware anbieten, während kleine Läden geschlossen bleiben müssen.

Die CDU Saarlouis-Innenstadt unterstützt die Kritik des Merziger Bürgermeisters Marcus Hoffeld und des St. Wendeler Landrates Udo Recktenwald und kritisiert gleichzeitig die Untätigkeit der eigenen Saarlouiser Wirtschaftsförderung bei Verknüpfung von stationärem und Online-Handel: „Es ist ganz einfach ungerecht und unverständlich, wenn der kleine Fachhändler schließen muss, aber die großen Gemischtwarenhändler und Discounter diese Waren, die nicht zum alltäglichen Bedarf gehören, verkaufen dürfen“, erklärt der Vorsitzende Carsten Quirin. „Wir appellieren an die Landesregierung den Verkauf ‚Innenstadtrelevanter Sortimente‘ zum Schutz unserer Fachgeschäfte in der Innenstadt zu untersagen.“

Quirin setzt nach: „Das Schlimmste ist aber die Tatenlosigkeit der eigenen Wirtschaftsförderung. Wir haben der stadteigenen Wirtschaftsförderung im Sommer 2020 ein Konzept vorgegeben, wie unsere Stadt und unser Einzelhandel die aktuelle Situation positiv zur Schaffung von Wettbewerbsvorteilen nutzen kann. Doch seitdem ist nichts geschehen.“

Schon im April 2020 hat die CDU Saarlouis-Innenstadt eine Textil-Rabatt-Aktion des Globus-Warenhauses massiv kritisiert mit dem Hinweis, dass dies unfair gegenüber Textilfachhändlern sei, die im ersten Lockdown schließen mussten. „Wir wollen einen fairen und gerechten Wettbewerb aller Einzelhändler in der Stadt, denn die Vielzahl unserer Geschäfte macht das einzigartige Flair von Saarlouis aus.“

Saarlouis stehe wie andere Einkaufsstädte vor der Herausforderung, weiterhin als solche wahrgenommen zu werden. Dazu müssen Fachhändler bei der Digitalisierung unterstützt werden, findet die CDU: „Klar ist heute schon, dass der Einzelhandel nur erfolgreich sein wird mit der Verknüpfung zum Online-Handel“, führt Quirin aus. Hierzu hatte die Koalition bereits im vergangenen Sommer durch einen Antrag Geld in den Haushalt eingestellt, um den Einzelhandel in die Smart-City-Konzeption einzubinden. „Wir werden beantragen, dass die Stadtverwaltung berichtet, wie sie seit dem Beschluss von Sommer vergangenen Jahres tätig gewesen ist“, kündigt die CDU an.

Ebenso soll die „Aufenthaltsqualität in der Innenstadt“ künftig eine wesentliche Rolle spielen: Dies betreffe die von der Koalition vereinbarten und zum Teil auf den Weg gebrachten Vorhaben wie die Neugestaltung des Großen Marktes, die Aufwertung der Grünanlagen und Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum.