"Die Braddler" aus Geislautern feierten Fastnacht im Stil der Bayern

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht bei den Braddlern : „Die Braddler“ servierten Frohsinn wie die Bayern

Karnevalisten hielten ihre Bühne in den Farben des Freistaats und servierten 200 Gästen ein kernig-bajuwarisches Programm.

  „Faasend feiern wie in Bayern“ hieß am Samstag das Motto der Gala-Kappensitzung der Geislauterner Karnevalsgesellschaft „Die Braddler“. Das Dorfgemeinschaftshaus war in den Farben Weiß und Blau geschmückt. Die Herren trugen Lederhose, die Damen und Moderator Stefan König überzeugten im feschen Dirndl. Herzlich willkommen im Freistaat Braddlantis. Nicht nur bayerische Faasebooze wurden gesichtet, zu den rund 200 Besuchern zählen auch Piraten und Indianer. Ein Football-Spieler aus den USA feierte mit. Eine Nonne schaute vorbei, und der Chirurg kam direkt aus dem Operationssaal.

„Gebt mir die Hand und kommt mit mir ins Narrenland!“, rief Prinzessin Tina I. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten, schunkelten und lachten. Schnell wurden erste Küsschen, Orden und Blumen verteilt. Zu Beginn flogen die Herzen der Zwergengarde zu. Nach dem ausdrucksstarken Tanz der Trolle klatschten die Minis mit ihren stolzen Trainerinnen ab. „Wollt ihr eine Zugabe?“, fragte der Vereinsvorsitzende Ilhan Özpamuk. „Ja!“, antwortete der Saal. Nicht nur junge Damen schwangen bei den Braddlern das Tanzbein. Jadon Wappner legte mit seiner Tanzpartnerin Selina Dürr eine flotte Sohle aufs Parkett.

Moni und Erich Meyer bewiesen, dass auch die älteren Semester noch Rhythmus im Blut haben. Eigentlich stehen die beiden ja als Hausmeischda und Klofrau auf der Bühne. Doch dann warfen sie ihre Arbeitskleidung in die Ecke. Unter den Kitteln erschien eine Gardeuniform. Los ging’s. Auf der Tanzfläche harmonieren die beiden prächtig. Die Kamasutraübung „Sprung vom Kleiderschrank“ hat nach eigenen Angaben nicht so gut funktioniert. Und auch sonst herrschte bei dem Ehepaar nicht immer Harmonie. Gerne wird gezankt.

Der Hausmeischda berichtete von der Cellulite seiner Frau. Seinen eigenen Körper sah er noch voll im Saft. „93 Kilo Dynamit“, lautete die Selbsteinschätzung „Jo, es iss nur schad, dass die Zündschnur so kurz ist“, seufzte seine Partnerin.

Weitere Mitwirkende: Prinzenpaar Tina I. und Fritz I., Jugend-, Junioren- und Aktivengarde, Aktiven-Tanzmariechen Letizia Maciol, Männerballett, Happy-Lyoner-Band, Showtanzgruppe Dark Shadows, Marching Band Völklingen, Alleinunterhalter-Duo Michael & Antonia; Büttenreden: Ignaz Schuh, Claudia Schilz, Bernd Quint, Angie Neisius, Hartmut Geibel, Mario Hümbert.