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Kostenlos war gestern: Riegelsberg muss jetzt für Busselinien zahlen

Kostenpflichtiger Inhalt: Neue Richtlinie : Riegelsberg muss künftig für Busse zahlen

Für vier ÖPNV-Linie fallen jetzt statt Null Euro knapp 120 000 Euro pro Jahr an.

Um den Schulbusverkehr zwischen Riegelsberg und Saarbrücken mit den Linien 805 und 808 sowie um die Früh- und Spätfahrten der Linien 140 (Heusweiler-Riegelsberg-Rastpfuhl) und 154 (Heusweiler-Riegelsberg-Halberger Hütte) ging es in der jüngsten Sitzung des Riegelsberger Gemeinderates. Diese Linien wurden bis jetzt von der Saarbahn und SaarMobil bedient, aber ohne Kostenbeteiligung des Aufgabenträgers Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr auf dem Gebiet des Regionalverbandes Saarbrücken (ZPRS), zu dem auch Riegelsberg gehört. Dies wird sich auf Grund einer EG-Richtlinie ab 1. Januar 2020 ändern. Deshalb muss ein neuer Vertrag mit der Saarbahn GmbH abgeschlossen werden. Darüber herrschte in der Ratssitzung auch Einigkeit. Doch über Detailfragen wurde fast zwei Stunden lang heftig debattiert.

Während die CDU dafür plädierte, dass der neue Vertrag nur bis Ende des Schuljahrs 2019/2020 laufen soll, bestand die Linke auf eine einjährigen Laufzeit, der Rest war mit einer dreijährigen Laufzeit mit jährlicher Ausstiegsmöglichkeit einverstanden. So wurde mit der Stimmenmehrheit von SPD, Grünen, AfD und FDP beschlossen, dass die Aufgabenträgerschaft für besagte Linien an die Landeshauptstadt übertragen wird und sich Riegelsberg an den Kosten beteiligt. Bei der Linie 805 werden für Riegelsberg 98 063 Euro pro Jahr fällig, bei der Linie 808 werden es 14 735 Euro sein, bei der Linie 140 sind es 32 456 Euro und bei der Linie 154 fallen 5190 Euro pro Jahr an. Zudem werden die beiden Frühfahrten der Linie 808 zu einer Fahrt zusammengelegt. Die erste Fahrt der Linie 805 um 6.22 Uhr von Heusweiler nach Güchenbach wird eingestellt. CDU und Linke stimmten gegen die Vereinbarung.