Gemeinderat Kleinblittersdrof erweitert Gewerbegebiet "Alte Ziegelei II"

Kostenpflichtiger Inhalt: Rotlicht in Kleinblittersdorf? : Bordellpläne fürs „Schloss“ wohl vom Tisch

Orts- und Gemeinderat in Kleinblittersdorf haben entschieden, dass das Gewerbegebiet „Alte Ziegelei II“ erweitert wird. Das bedeutet, dass ins „Schloss Falkenhorst“ kein Bordel ziehen wird. Ganz sicher ist das aber immer noch nicht. Das Oberverwaltungsgericht muss noch entscheiden.

Der Orts- und der Gemeinderat von Kleinblittersdorf haben in ihren Sitzungen nun entschieden, dass der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet „Alte Ziegelei II“ erweitert wird. Damit liegt das sogenannte Schloss Falkenhorst, die ehemalige Direktorenvilla der Alten Ziegelei, ab sofort in dem Bebauungsplan und Glücksspiel- oder Vergnügungsstätten sind dort nicht erlaubt.

Fast zwei Jahre haben Orts- und Gemeinderat bis zu dieser Entscheidung gebraucht, da der Punkt wegen Meinungsverschiedenheiten oder fehlenden Informationen immer wieder verschoben wurde. Im August 2016 stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für ein Bordell im Schloss Falkenhorst. Ein Bürger­antrag verhinderte einen Monat später jedoch das Vorhaben, der Gemeinderat nahm seine Entscheidung zurück und stimmte für den Antrag der Bürger.

Der mögliche Bordellbetreiber zog daraufhin allerdings vor Gericht. Das Verwaltungsgericht lehnte das Bordell ebenfalls ab, jedoch ließ das Oberverwaltungsgericht die Zulassung auf Berufung zu. Der mögliche Bordellbetreiber zog somit vor das Oberverwaltungsgericht, und dort ruht der Fall zur Zeit. Die Gründe: Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung saß der mögliche Bordellbetreiber zunächst in Untersuchungshaft und meldete später Insolvenz an.

Der Insolvenzverwalter soll nun entscheiden, ob das Verfahren wieder aufgenommen oder abgebrochen wird. Wie das Oberverwaltungsgericht mitteilte, gibt es keine Frist, nach der die Ruhesituation der Verfahrens verstreichen würde. Somit müssen die Bürger weiter abwarten, bis das Bordell-Thema in der Gemeinde wirklich vom Tisch ist: Die Villa zählt jetzt zwar zum Gewerbegebiet, das Verfahren ist allerdings älter als der Ratsbeschluss.