Julanda Jochnachel, Karl Wilhelm Hühnerfeld und Schorsch Seitz in dieser Session

Kostenpflichtiger Inhalt: Julanda Jochnachel, Karl Wilhelm Hühnerfeld und Schorsch Seitz : Drei Fastnachts-Urgesteine zünden Raketen

Julanda Jochnachel, Karl Wilhelm Hühnerfeld und Schorsch Seitz machen in dieser Session gemeinsame Sache.

Julanda Jochnachel alias Helene Rauber kandidiert für das Amt der Ministerpräsidentin und ihr „Escort-Boy“ Karl Wilhelm Hühnerfeld (Willi Fries) startet einen Abnabelungs-Versuch – für die aktuelle Fastnachts-Session hat das ungleiche Bühnen-Paar große Pläne und viele Termine. Am Samstag, 22. Februar, 20 Uhr, und Sonntag, 23. Februar, 18 Uhr, treten die beiden mit Schorsch Seitz und ihrem Programm „Fifty Shades of Fasel-Ohmend“ im „Saarrondo“ im Saarbrücker Quartier am Eurobahnhof auf. Zuvor stehen die drei an diesem Wochenende bei der Aufzeichnung der Fernseh-Sitzung der „M’r sin nit so“ in der Saarbrücker Saarlandhalle auf der Bühne.

Da präsentiert Seitz sein Solo-Programm, nimmt zum 100-jährigen Bestehen des Saarlandes musikalische Glückwünsche von den Großen der Welt entgegen. So fragt Macron in Abwandelung des Hits von Maite Kelly und Roland Kaiser: „Warum hast Du nicht ja gesagt?“ – zum Saarstatut. Die Jochnachels und de’ Hühnerfeld haben dagegen genug eigene Probleme in ihrer nicht alltäglichen „Beziehung“: „Sie pisackt ihn nach wie vor, hat die Hosen an – und er muss liefern“, verrät Fries.

Bei der Fernseh-Sitzung sei der Zeitdruck das große Problem, der Ablauf müsse stringent eingehalten werden, weiß Stammgast Seitz. Deshalb müsse er sein Programm oft kürzen. So bleibe wenig Raum für Improvisation. Bei ihren eigenen Abenden im „Saarrondo“ sei das dagegen anders. Dort stehen die drei in den unterschiedlichsten Konstellationen mal solo, mal zusammen auf der Bühne und könnten auch spontan reagieren.

Für die zwei Shows haben sie sich extra eine Geschichte ausgedacht. Julanda Jochnachel hat eine folgenschwere Entscheidung getroffen: Sie will zukünftig nicht nur Hühnerfelds Chefin sein, sondern das ganze Saarland regieren. Für das Amt der Ministerpräsidentin sei sie bestens geeignet, denn sie ist doch „so sensibel und einfühlsam“. Auch ihre ersten Ziele in ihrem neuen Amt hat sie schon formuliert: „Ich will die Saarschleife begradigen.“ Denn wenn sie auf einem Schiff um die Ecke fahren muss, wird ihr immer so schnell schwindelig. Obwohl für beide feststeht, dass sie den „Charme eines Backsteins“ habe, beschließen ihre beiden Bühnen-Partner, sie im Wahlkampf zu unterstützen. Denn Hühnerfeld winkt im Erfolgsfall der Posten des Chefs der Staatskanzlei und Schorsch will als Kampagnen-Manager „richtig abstauben“.

„Wir prüfen auf Herz und Nieren das Anforderungs-Profil einer Ministerpräsidentin“, verrät Seitz. Während sie mit Hilfe von Bildbearbeitungs-Programmen schon das passende Foto für die Wahlplakate gefunden haben, wird es mit dem Slogan schwieriger. Denn von Julandas Vorschlägen wie: „Ich bin gudd, ich kann net annerscht“, halten die beiden wenig.

Das Fine-Tuning für ihre „Fasel-Ohmende“ geht übrigens erst nach der Fernseh-Sitzung in die heiße Phase: „Zunächst in meinem Studio, dann im ‚Saarrondo‘“, sagt Seitz. Für seine Solo-Auftritte probt er dagegen bereits seit Dezember – inzwischen täglich. Als Testpublikum diene seine Frau: „Sie ist sehr kritisch“, weiß er. Fries und Rauber erzählen dagegen ihre Witze gerne den Arbeitskollegen.

Während Hühnerfeld und Jochnachel sich erst nach ihrer Trennung von Jääb alias Günther Tannrath 2016 gefunden haben und Seitz das ungleiche Paar zusammengebracht hat, kennen er und Fries sich schon seit rund 40 Jahren. „Wir hatten viele gemeinsame Auftritte – oft auch bei den ‚Fubbes-Sitzungen’“, sagt Fries. 16 Jahre hat er als Karl Wilhelm Hühnerfeld durch die erfolgreichen, alternativen Fastnachts-Sitzungen geführt. Schorsch sei ein sehr kooperativer Musiker und sage nie „Nein“, wenn er um etwas gebeten werde.

Auch nach Aschermittwoch ist für die drei übrigens noch lange nicht Schluss. So ist Rauber in unregelmäßigen Abständen in der SR-Sendung „Wir im Saarland – Saar nur!“ zu sehen. Für Fries ist nach Fastnacht „Kontrast-Programm“ angesagt. Er steht unter anderem bei den Passionsspielen in Auersmacher auf der Bühne, kümmert sich als Referent um den Schauspiel-Nachwuchs und ist am 3. April in der Reihe „Talk im Kino (TIK)“ im Saarbrücker Passage-Kino zu Gast. Seitz hat von Geburtstagen bis zu Firmenfeiern Auftritte und arbeitet in seinem Studio für andere Künstler wie Alice Hofmann und „Elfriede Grimmelwiedisch“ alias Ewald Blum.

„Fifty Shades of Fasel-Ohmend“: Samstag, 22. Februar, 20 Uhr, und Sonntag, 23. Februar, 18 Uhr, im „Saarrondo“ im Saarbrücker Quartier am Eurobahnhof. Karten gibt es unter anderem bei der Saarbrücker Zeitung, Tel. (06 81) 502 55 22