Kommentar zum Flughafen Saarbrücken-Ensheim: Nur auf Sicht fliegen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kommentar : Nur auf Sicht fliegen

Danish Air Transport hat zu Beginn des Jahres die Strecke Saarbrücken-Berlin übernommen. Das war nötig, weil der bisherige Betreiber Luxair mit der Auslastung nicht zufrieden war und den Vertrag frühzeitig gekündigt hatte.

Die Verbindung ist wichtig für den Flughafen und muss stabil bleiben. Auch weil der Flughafen bis spätestens 2024 keine Verluste mehr machen darf. Das ist nicht einfach, weil das Geschäft zunehmend Risiken hat.

Denn: Innerhalb eines Jahres sind über 20 Fluggesellschaften Pleite gegangen. Auch der Flughafen Saarbrücken hat seine schlechten Erfahrungen mit Pleiten gemacht. Der größte Schlag war wohl das Aus von Air Berlin. So etwas kann den Airport erneut treffen. Auch kann niemand ausschließen, dass wegen der Klimadebatte eine Kerosinsteuer eingeführt wird und Fliegen sich dadurch erheblich verteuert – mit Folgen auch für den Flughafen Saarbrücken. Die Bahn könnte zum echten Konkurrenten werden. Sie ist bereits günstiger geworden und will ihr Schienennetz enorm verbessern. Die Verantwortlichen des Airports Saarbrücken können also erst mal nur auf Sicht fliegen.