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dm investiert in Märkte in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Kostenpflichtiger Inhalt: Starkes Wachstum : Drogeriekette dm investiert massiv im Saarland und Rheinland-Pfalz

Neueröffnung von Märkten im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Sehr viele Kunden kommen in grenznahe Geschäfte.

Der Drogerie-Konzern dm weitet sein Engagement in den Regionen  Saarland und Rheinland-Pfalz stark aus. Das kündigt der Gebietsverantwortliche Christian Schick im Gespräch mit unserer Zeitung an. Gerade die Märkte in Grenznähe seien die am Meisten frequentierten überhaupt. „Das Konzept der Drogeriemärkte gibt es so in Frankreich und Luxemburg nicht“, betont Schick. Auch die Preise für Drogerieartikel seien in Deutschland günstiger. Das erkläre unter anderem, warum man in der Grenzgemeinde Perl mit vier dm Märkten vertreten sei und der dort Größte über eine Verkaufsfläche von 12 500  Quadratmetern verfüge. Damit sei dieser derzeit der Größte überhaupt in Deutschland. Es werde in Perl auch künftig bei den vier Märkten bleiben, denn die Kunden forderten heute zugleich genug Parkplätze und genug Platz zum Einkaufen. In den großen Märkten umfasse das Sortiment isngesamt rund 12 500 Artikel.

Wegen der Grenznähe komme in Rheinland-Pfalz ein weiterer dm-Markt im Großraum Trier dazu. Er soll seinen Strandort zwischen Trier und der Landesgrenze zu Luxemburg bekommen. Damit ergänze er das Angebot von bereits elf dm-Märkten in der Domstadt. „Trier läuft für uns exterm gut“, sagt Schick, was auch an dem großen ländlichen Einzugsgebiet rund um die Stadt sowie Luxemburg als Nachbarregion liegt. Große Hoffnungen setze man auf die erst Ende September eröffnete Filiale „Domhof“ in unmittelbarer Nachbarschaft zum Trierer Dom. In Zweibrücken, so Schick, würde man gerne noch eine zweiten Markt eröffnen neben dem in der City. Auch in Pirmasens und Kaiserslautern sei man inzwischen gut vertreten.

  Im Saarland sollen 2020 drei weitere dm-Märkte hinzukommen.  Damit wird die Präsenz auf über 40 Geschäfte an der Saar erhöht, alleine in der Landeshauptstadt findet man dm sechsmal. Im Einzelnen stehen drei Neueröffnungen an: Rilchingen-Hanweiler mit einem zweiten Markt  zur Landesgrenze nach Frankreich hin, Saarwellingen und Völklingen. Wirtschaftlich kann Schick auf eine gute Bilanz verweisen. So haben alleine die 680 Mitarbeiter in den saarländischen Märkten im vergangenen Geschäftsjahr (1. Oktober 2018 bis 30. September 2019) einen um 4,1 Prozent gestiegenen Umsatz von 189,7 Millionen Euro erzielt. Damit liegt man über dem in Gesamtdeutschland  erreichten Schnitt von 3,2 Prozent. Zugleich hat dm anhand der Kassenbons im Saarland 10,5 Millionen Kundenkontakte ermitteln (plus 1,8 Prozent).

Generell verfolge der Drogerie-Konzern bei seinen Neuansiedlungen die Strategie, auf großen Flächen vertreten zu sein. Zudem wolle man auch künftig auf der Grünen Wiese vertreten sein, am besten im direkten Umfeld oder in einer Kooperation mit großen Einkaufsmärkten. Auch Banken und Reisebüros suchten heute bei der Neueröffnung von Filialen häufig eine solche Präsenz innerhalb eines großen Supermarktes als Haupt-Frequenzbringer.

Zugleich wolle dm künftig auch näher an Wohnorte heran und in Innenstädte. Da man schon an zahlreichen stark frequentierten Standorten präsent sei, kämen immer mehr Märkte als Ergänzung im Umfeld hinzu. „Für eine Investitions-Entscheidung gilt: „Wir wollen in die besten Lagen. Dort sieht man uns“, so Schick. Trotz Neueröffnungen bleibe nicht jeder schon vorhandene Standort automatisch offen. Entscheidend sei die Kundenfrequenz. „Ob jede Kleinstadt weiter mithalten kann, entscheidet der Kunde.“ Generell gelte als Vorgabe, dass jeder dm-Markt in 15 Minuten erreichbar sein muss. Auch die Qualität der Verkehrsanbindung spiele eine Rolle bei der Suche nach Standorten.