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Ordnungsamt Homburg vor dem Wochenende

Kostenpflichtiger Inhalt: Ausgangsbeschränkungen wegen Corona-Krise : Ordnungsamt Homburg droht mit Bußgeldern

Nicht nur auf dem Schlossberg und am Weiher sind am Wochenende verstärkte Kontrollen wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen geplant.

Wenn sonst am Wochenende schönes Frühlingswetter vorausgesagt ist, ist das stets Anlass zur Freude. Nicht so in Zeiten einer Corona-Pandemie mit Ausgangsbeschränkungen. Vor allem die Ordnungsämter im Saarland rüsten sich für ein arbeitsreiches Wochenende mit zahlreichen Kontrollen, nachdem Innenminister Klaus Bouillon (CDU) angekündigt hatte, am Wochenende Verstöße sehr konsequent ahnden zu lassen.

Wie rüstet sich das Ordnungsamt in Homburg aufs Wochenende? Eine Frage, die Stadtsprecher Jürgen Kruthoff am Freitagvormittag nur mühsam beantworten konnte, weil er aufgrund zahlreicher Besprechungen die Verantwortlichen für den Ordnungsbereich kaum sprechen konnte: „Die vielen Termine zur Absprache und Planung der Vorgehensweise zeigen aber gerade auch, dass wir  in Homburg viele Maßnahmen ergreifen und die Lage sehr ernst  nehmen.“

So werde der kommunale Ordnungsdienst ab beiden Tagen die Punkte kontrollieren, an denen man zuletzt besonders viele Verstöße verzeichnet hatte. Also am Jägersburger Weiher, dem Schlossberg und dem Stadtpark. Wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist. Es gebe Absprachen zwischen dem Ordnungsamt, der Feuerwehr und der Vollzugspolizei. In Abstimmung führe man hier auch gemeinsame Kontrollaktionen durch. Als weitere Maßnahmen neben den Kontrollen seien beispielsweise Zugangsbeschränkungen am Schlossberg und am Jägersburger Weiher möglich, falls die Lage dies erfordere.

„Auch die Feuerwehr ist am Wochenende im Einsatz und führt, wie schon am vorherigen Wochenende, Durchsagen an verschiedenen Stellen durch. Dabei werden die Plätze mehrfach zu verschiedenen Uhrzeiten angefahren“, schildert Kruthoff.

Oberstes Ziel sei es natürlich, dass das Ordnungsamt die Allgemeinverfügung durchsetze und entsprechend auf den neuen Bußgeldkatalog zurückgreife. Der Stadtsprecher: „Bisher ist es gelungen, so auf die Menschen einzuwirken, dass noch keine Bußgeldverfahren eingeleitet werden mussten. Dies kann sich allerdings nun anders darstellen.“ In der Praxis oblägen die Bußgeldverfahren aber dem Kreis, so dass die Homburger Ordnungsdienstkräfte die Sachverhalte und Personalien aufnehmen und an den Kreis weiterleiten würden.

In Homburg waren Ordnungsamtsmitarbeiter schon vor dem Inkrafttreten der Allgemeinverfügung des Landes am 21. März bei Kontrollen zur Einhaltung des Mindestabstands gerade im Stadtpark und am Jägersburger Weiher sogar beschimpft worden. Zuletzt verschärfte die Stadt ihren Ton am 26. März. Zuvor hatten sich auch am vergangenen Wochenende gerade junge Menschen in Gruppen auf dem Schlossberg, im Stadtpark und dem Parkplatz des früheren Freibads in der Brunnenstraße getroffen.

Der Ordnungsamt wollte daher nicht mehr bloß ermahnen, sondern auch Anzeigen fertigen, ebenso gemeinsam mit der Polizei kontrollieren. Auch hatte man die Zufahrt zur Schlossberghöhenstraße zwischen 8 und 18 Uhr beschränkt und zusätzlich eine Schranke installiert.