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Anke Rehlinger zu Gast bei 150. Blutspende in Wadern

Kostenpflichtiger Inhalt: Blutspende in Wadern : 40 Erstspender geben zum Jubiläum ihr Blut

Viel Zulauf hatte der 150. Blutspendetermin in Wadern. Auch Ministerin Anke Rehlinger stattete den Helfern einen Besuch ab.

375 Menschen sind am Freitag nach Wadern gekommen, um in der Herbert-Klein-Halle ihr Blut zu spenden. Der Waderner Stadtverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatte zum insgesamt 150. Mal zur Blutspende eingeladen. Doch trotz dieses Jubiläums und der beachtlichen Spenderzahl von 375 – darunter 40 Erstspender – war von Jubiläumsstimmung keine Rede, wie der DRK-Stadtverbandsvorsitzende Paul Schmitt sagte. „Dafür ist die Zeit jetzt nicht vorgesehen.“

Unter die 375 Spender mischten sich dann auch einige bekannte Gesichter – darunter Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, zugleich stellvertretende DRK-Kreisvorsitzende Merzig-Wadern. „Blutspenden sind in der augenblicklichen Corona-Pandemie lebensnotwendiger denn je“, betonte Rehlinger, „zumal das Coronavirus jeden von uns befallen und damit unmittelbaren Einfluss auf unser Leben und unseren Alltag nehmen kann, auch für die, die nicht infiziert werden oder sind. Aufgrund der drastischen, aber unserer aller Gesundheit wegen notwendigen Maßnahmen ist ein gesellschaftliches oder aktives Engagement zur Bekämpfung des Virus gar nicht so einfach. Was dennoch jeder und jede von uns tun kann, ist Blut zu spenden.“

Gemeinsam mit Michael Burkert, dem Präsident des DRK-Landesverbandes Saar, dem Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler sowie Michael Hoffmann und Julian Kirsch vom Kreisverband weilte die Ministerin in Wadern, um sich dort von der hohen Spendenbereitschaft der Bevölkerung, dem großen ehrenamtlichen Engagement der Rotkreuzler aus den Ortsverbänden sowie des DRK-Blutspendendienstes West zu überzeugen. Der DRK-Stadtverbandsvorsitzende Paul Schmitt hatte zusammen mit etwa 15 Helfern aus den Ortsvereinen Löstertal, Nunkirchen-Noswendel, Morscholz, Wadern, Wadrill und Wedern den Jubiläumstermin gestemmt. Wegen der Krisenzeit waren einige Helfer weniger im Einsatz als sonst üblich. Ältere und Risikopersonen waren diesmal von der Mitarbeit befreit. Dieselbe Anzahl von Freiwilligen hatte beim Aufbau am Vormittag mitgeholfen. Sechs Ärzte und 15 Blutabnehmer stellte der Blutspendedienst West für die Abnahme des Blutes.

Der Ablauf der Blutspenden war großzügig angelegt. Es wurde vonseiten der DRK-Helfer mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen viel Wert auf die Hygiene gelegt, außerdem wurde von der Anmeldung über das Ausfüllen des Fragebogens und das Gespräch beim Arzt bis zur endgültigen Abnahme von Blut auf die Sicherheitsabstände geachtet. Es gab auch kein gemeinsames Plätzchen zum üblichen Plausch, es wurden im Anschluss auch weder Kaffee noch ein Imbiss gereicht, stattdessen dankte man den freiwilligen Lebensrettern mit einem Lunch-Paket.

„Die üblichen Ehrungen werden wir bei einem späteren Termin nachholen“, versprach Schmitt. Aber darauf hatten es an diesem Freitag wohl die wenigsten der Blutspender abgesehen. „Im Bereich Blutspenden kann man, auch in diesen schwierigen Zeiten, positiv auf die vergangenen Wochen zurückblicken. Dank der enormen Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist die Versorgung der Patienten durch den DRK-Blutspendendienst West im Monat April gesichert“, sagte Pressereferentin Sabine Böhme und versicherte, dass sich die Zahl der Menschen verdoppelt habe, die zum ersten Mal Blut gespendet haben. „Dennoch ist es wichtig, nicht nur jetzt, sondern auch in den nächsten sechs bis acht Wochen Blut zu spenden, um die Versorgung über die Corona-Krise hinaus dauerhaft sicherzustellen“, betonte DRK-Präsident Burkert. Viele junge Leute habe er bei dem Termin gesichtet. Zudem appellierte er, dass jeder Einzelne sich gemäß den Regelungen der aktuellen Rechtsverordnungen im Saarland zu verhalten habe, damit die Zahl der Infizierten möglichst gering gehalten werden könne.

Sowohl der Präsident als auch Ministerin Rehlinger hoben das außerordentliche Engagement der ehrenamtlichen Helfenden hervor, die nicht nur bei den jetzt laufenden Blutspende-Terminen im Einsatz sind, sondern auch in vielfältiger Weise in zahlreichen weiteren Aufgabengebieten des DRK. Bürgermeister Kuttler dankte ebenfalls den Organisatoren wie den Spendern. Gerade in diesen Zeiten sei die Blutspendenaktion ein wichtiges Zeichen, zugleich sei sie aber auch eine logistische Herausforderung, weil eben durch Corona und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen nichts mehr so ist wie vorher, betonte Kuttler. Der Verwaltungschef bedanke sich außerdem bei der stellvertretenden Ministerpräsidentin für ihren Besuch in Wadern. Das sei ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung, das die Helfer ebenso wie die Spender mehr als verdient hätten.