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Storch zurück in der Region - CDU Merzig erfreut über Erfolg von Initiative

Kostenpflichtiger Inhalt: Gefiederte Gäste : Zwei Störche nisten derzeit in Merzig

Um den Bruterfolg der Vögel zu garantieren, bittet die CDU darum, die Tiere nur aus der Ferne zu beobachten.

Das wird Tierliebhaber und Naturfreunde freuen: Ein Brutpaar des Weißstorches wurde in der Schwemlinger Saaraue bestätigt, berichtet der in der Region bekannte Ornithologe Rolf Klein. Gemeinsam mit der CDU Merzig hat sich Rolf Klein, der den CDU-Gemeindeverband in Rehlingen-Siersburg leitet, im Jahre 2009 für den Bau einer Nisthilfe für Weißstörche eingesetzt. Jürgen Auweiler, Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Merzig, erinnert sich in einer Pressemitteilung der Christdemokraten: „Damals wurden wir für unsere Aktion noch belächelt. Es wurde auch aus eigenen Reihen bezweifelt, dass bei uns jemals wieder Störche nisten werden.“

Aber Vertrauen und Beharrlichkeit hätten sich nun ausgezahlt, freuen sich Klein und Auweiler. Beide möchten es in diesem Kontext nicht versäumen, „allen Beteiligten, Unterstützern und Ideengebern der damaligen Aktion zu danken“. Die beiden CDU-Vertreter erklären weiter, sie setzten sich seit Jahren für die ausgeglichenen Belange des Naturschutzes ein und möchten daher auch an alle Naturnutzer den Appell richten, sich für eine intakte Landschaft mit Lebensräumen für geschützte Tiere einzusetzen.

Die 2009 errichtete Nisthilfe in den Saarwiesen war für die Tiere offenbar ein Anreiz, ihren Nachwuchs hier auszubrüten. Foto: Rolf Klein

Bei den beiden Weißstörchen handelt es sich nach Angaben von Klein und Auweiler um die erste Brut im Saartal sowie im Landkreis Merzig-Wadern „wohl seit mehreren Hundert Jahren“. Zumindest liegen nach Angaben der CDU-Vertreter seit 1830 keine Literatur-Daten über Vorkommen in diesen Bereichen vor.

Einen ganz wichtigen Appell verbinden die CDU-Vertreter mit ihrer freudigen Mitteilung: „Wir möchten auch darum bitten, dass von allen das Wegegebot in unserer Landschaft eingehalten wird. Es spricht nichts dagegen, das Paar von weitem aus zu beobachten und zu fotografieren. Deren Schutzzone muss aber zwingend eingehalten werden, um den Bruterfolg zu garantieren. Dieses gilt natürlich auch für alle anderen Tiere, die sich gerade in der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit befinden.“ Klein und Auweiler, die sich selbst als „begeisterte Naturfreunde und Hundeliebhaber“ bezeichnen, bitten für alle in der freien Natur lebenden Tiere darum, die geliebten Vierbeiner zurzeit angeleint zu lassen. „Herumtollende Hunde schrecken gerade wiesenbrütende Vögel auf, welche dann nicht bei ihrem Nachwuchs sein können“, mahnen beide. Diese könne zur Folge haben, dass die Brut verlorengeht oder Nesträubern schutzlos ausgeliert ist. „Nutzen wir also alle den tollen Nisterfolg des Storches, um für diesen und andere Mitgeschöpfe rücksichtsvoll die Natur zu genießen und das Wege- und Anleingebot einzuhalten“, erklären Auweiler und Klein.  Der Weißstorch ist nach den Worten von Rolf Klein „ein Botschafter für eine intakte Landschaft in unserer schönen Gegend“.