Neben mehr Polizei härtere Strafen: Das fordert Bürgermeister in Merzig

Kostenpflichtiger Inhalt: Neuer Vorstoß : Merziger Bürgermeister fordert neben mehr Polizei auch härtere Strafen

Marcus Hoffeld (CDU) unterstützt seinen Parteikollegen und Saar-Innenminister Klaus Bouillon bei dessenn Plänen, mehr Beamte einzustellen. Aber er geht noch weit darüber hinaus.

Mehr Polizei allein reicht nicht. Es muss auch härtere Strafen geben. Davon ist Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld (CDU) überzeugt. „Neben mehr Polizei ist härteres Strafmaß notwendig“, teilte er am Freitag (16. August) schriftlich mit.

Die Neueinstellung von zusätzlich 100 Polizeianwärtern befürwortet er und unterstützt somit die Pläne des saarländischen Innenministers Klaus Bouillon (CDU). So sei dessen Initiative „wichtig und absolut sinnvoll, um die Polizeidienststellen im gesamten Land auch personell zu stärken“. Das reiche aber nicht aus, teilt Hoffeld mit. Das Sicherheitsempfinden werde „nicht nur in den saarländischen Städten und Gemeinden, sondern bundesweit als stark verbesserungswürdig angesehen“.

Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld (CDU). Foto: Klaus Kulle/KLAUS KULLE

Grund dafür sieht der Rathauschef in einem zu milden Strafmaß. Hoffeld wörtlich: „Es kann aus meiner Sicht nicht sein, dass einzelne Täter immer wieder von der Polizei wegen Straftaten gestellt werden, am Ende aber – wenn überhaupt – nur geringfügig bestraft werden.“ Er kenne einen Fall, bei dem ein jugendlicher Straftäter „trotz zahlreicher Straftaten mehrfach gestellt, aber immer wieder auf freien Fuß gesetzt werden musste und wenige Tage später die nächste Straftat begangen hat“. Das schwäche das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung und verhöhne die Arbeit der Polizei. Zu „lasche Urteile“ verstärkten diesen Trend zudem.

Ein härteres Strafmaß schrecke seiner Auffassung nach potenzielle Täter ab und ziehe sie „länger aus dem Verkehr“.Die jetzige Gesetzeslage lasse „unseren gesamten Rechtsstaat schwach und damit angreifbar erscheinen“.

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