Saarbrücken: Ludwigspark soll jetzt 38 Millionen kosten

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Die Stadt Saarbrücken hat erneut Mehrkosten beim Stadionumbau eingeräumt. Politisch zeichnet sich eine Lösung für die Finanzierung ab.

Der Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions soll nun 38 Millionen Euro kosten. Das ist das Ergebnis einer „Vollkosten-Berechnung“, die Saarbrückens Bürgermeister Ralf Latz (SPD) am Donnerstag vorgestellt hat. Damit haben sich die erwarteten Kosten allein seit der letzten Stadtratssitzung vor neun Tagen am 5. Februar um vier Millionen Euro erhöht. Damals sollte der Rat einem Sonderkredit zustimmen, um eine Kostensteigerung von 28 auf 34 Millionen Euro abzudecken. Nach dem Nein des Stadtrats zu dem Darlehen drohte zuletzt ein Baustopp. Der scheint jetzt vom Tisch zu sein.

„Das Stadion muss fertiggestellt werden“, sagte am Donnerstag Innenminister Klaus Bouillon (CDU) nach einem Krisengipfel mit Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) und Finanzminister Peter Strobel (CDU). Die Stadtverwaltung habe in diesem von allen Seiten als „konstruktiv“ bezeichnenden Gespräch Lösungswege der Finanzierung angedeutet, so Bouillon. Einnahmen aus dem Verkauf des Messegeländes sollen als Geldquelle ebenso ins Auge gefasst werden wie die Verschiebung anderer Projekte. „Die Gespräche auf Arbeitsebene beginnen am Freitag“, sagte Britz. Damit könne ein weiterer Zeitverzug des Projektes vermieden werden.

Ein zusätzliches Engagement des Landes schloss Bouillon nicht mehr kategorisch aus. „Das werden wir im Ministerrat bereden“, sagte der Innenminister: „Wenn man so viele Millionen investiert hat und dann nur noch ein relativ kleiner Betrag fehlt, muss man auch hier Lösungen finden.“ Einer weiteren Preissteigerung erteilte Bouillon dagegen eine eindeutige Absage. „Der Boden des Fasses ist erreicht, wenn die uns jetzt vorgelegten Zahlen stimmen. Das ist der letzte Schuss. Sollte da nochmal eine Steigerung kommen, ist die Situation aussichtslos.“ Immerhin sind jetzt auch eine Rasenheizung und eine Anzeigetafel eingeplant.

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