Auch zweite Kostümsitzung der Pänz aus Neuweiler gefiel dem Publikum

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht in Neuweiler : Hunderte bejubeln Sitzungen der Neuweiler Pänz

Fastnachter überzeugen mit heiterer Mischung aus Polit-Spott, karnevalistischem Tanz und bodenständigem Humor.

Der Hofer Narr alias Jörg Brenner nimmt Jahr für Jahr in der Fastnacht sowohl die große als auch die kleine Politik aufs Korn. So waren bei der Kostümsitzung der Pänz, einer Abteilung des TV Neuweiler, weder Berlin noch Sulzbach vor seinem Spott sicher. Das richtige Parteibuch könne schließlich immer helfen, stellte er fest. Es war die zweite Sitzung der Session, in der zusammen fast 400 Besucher die Show der Karnevalisten besuchten, wie Manfred Neuer erfreut mitteilte.

Er war bis zur vergangenen Session 20 Jahre lang der Elferratspräsident der Pänz, die wie immer im Jugendfreizeitheim feierten. Seinen Stab übernommen hat Dirk Petzel, der ebenso galant durch den Abend führte. Auch wenn Neuer nicht mehr im närrischen Rat sitzt, lässt ihn die Bühne nicht los. Denn als Stimmungs-Ensemble Pänz-Sänger sorgten er, der auch zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde, und seine musikalischen Mitstreiter immer wieder für Heiterkeit mit Songs wie „Fliege mit mir in die Heimat“.

Auflockernd waren auch die Ansagen. „Geht’s euch noch gudd? Ja? Dann ändern wir das gleich mal!“ Getreu dem Motto der Session – „Jung für immer“ – durfte vor allem der karnevalistische Nachwuchs ran. So war der Minigarde ein Platz in den Herzen der Besucher sicher, als deren Mitglieder als Gummibärenbande und in quietschbunten Kostümen über die Bühne fegten. Das verlangte nach einer Zugabe, die auch direkt kam. „Ihr habt Nerven wie Drahtseile“, lobte die stellvertretende Elferratspräsidentin Andrea Hocke den Nachwuchs.

Über die Bühne fegen wollte eigentlich auch Lena Uhl. Doch das Mariechen musste krankheitsbedingt sowohl den Duo-Tanz mit Lea Altmeier als auch ihr Solo in der Bütt absagen. Umso erfreulicher war, dass sie dennoch auf die Bühne kam und sowohl der Tanzpartnerin als auch ihrer Trainerin dankte. Wie engagiert der Nachwuchs ist, zeigt die Tatsache, dass für den ebenfalls wegen Krankheit verhinderten Fabian Montag sein Bruder Christian mit Leon Schmidt in die Bütt zog. Das Publikum amüsierte sich bestens.

Die unter anderem als Steampunks, Cops, Sträflinge und Marienkäfer verboozten Pänz-Anhänger dankten es dem feurigen Duo und allen weiteren Akteuren – fast alles Eigengewächse – mit riesigem Applaus. Und Martin Schwindling steuerte die passende Musik zum närrischen Abend bei.