Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken ist Samstag zu Gast beim Bahlinger SC.

Kostenpflichtiger Inhalt: FCS gegen Bahlinger SC : Konzentriert gegen „Freiburg III“

Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken am Samstag zu Gast bei Aufsteiger Bahlinger SC.

17 Punkte aus 13 Spielen – das ist für einen Aufsteiger eine durchaus respektable Bilanz, sollte den Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Südwest aber nun nicht in Angst und Schrecken versetzen. Dennoch warnt Dirk Lottner, der Trainer des 1. FC Saarbrücken, sein Team davor, den Bahlinger SC auf die leichte Schulter zu nehmen. „Bahlingen ist irgendwie Freiburg III. Elf Spieler von denen haben schon Mal beim Sportclub gespielt. Dementsprechend ist das eine Mannschaft, die Fußball spielen kann“, sagt Lottner: „Der kleine Platz dort ist sicher nicht optimal zu bespielen, darum müssen wir von Beginn an den Kampf annehmen.“

Zumal der BSC einer der wenigen Vereine ist, gegen die der FCS in der Liga noch nicht gewinnen konnte. In der Saison 2015/2016 gab es in Bahlingen ein schmeichelhaftes 2:2, zuhause sogar eine peinliche 1:2-Niederlage. Saarbrücken hatte am Ende mit dem Aufstieg nichts zu tun, Bahlingen stieg sogar ab.

Lottners Kollege Axel Seifert wurde in dieser Woche 50 Jahre alt. „Wir werden die Aufgabe mit gesundem Respekt, aber nicht vor Ehrfurcht erstarrt, angehen“, sagte Seifert, dem mit Ylber Lokaj, Maximilian Faller, Amir Falahen und Luca Köbele gleich vier Spieler verletzt ausfallen. Beim FCS fehlen Cedric Euschen (Syndesmose), Steven Zellner (muskuläre Verletzung) und Mergim Fejzullahu (Zehenbruch). Rasim Bulic, der unter der Woche wegen Achillessehnenproblemen im Training fehlte, ist wieder einsatzfähig, Mario Müller steht nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zur Verfügung.

Für die Saarländer ist die Partie am Samstag um 14 Uhr im Kaiserstuhlstadion der Auftakt zu zwei englischen Wochen, die es in sich haben. Erst Bahlingen, dann am Dienstag im Saarlandpokal beim SSC Schaffhausen, Samstag gegen Kickers Offenbach, wieder Dienstag DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln, Samstag dann Derby in Elversberg. Nach einer kurzen Verschnaufpause endet dann am 10. November die Vorrunde gegen den FC Homburg.

„Wir werden zwischen den Spielen im Training mehr regenerieren und auch die Zeit mehr nutzen, um auch Standardsituationen einzuüben“, erklärte Lottner seine Trainingssteuerung in den kommenden Wochen, die im Titelrennen durchaus für eine Vorentscheidung sorgen können: „Man muss auch einbeziehen, dass die Plätze deutlich tiefer werden und die Beanspruchung deutlich höher wird. Darum müssen wir jedes Spiel einzeln sehen und Spieler, die vielleicht kaputter sind als andere, auswechseln.“

Die Marschrichtung ist eindeutig. Im Pokal gegen Schaffhausen muss, gegen Köln kann man nur gewinnen. Doch eigentlich zählt nur der Aufstieg. „Es gibt in jedem Spiel drei Punkte zu holen. Das wollen wir tun, egal wie der Gegner heißt“, sagte FCS-Stürmer Gillian Jurcher: „Wir haben ein Ziel.“ Auch Jurcher ist nach dem wochenlangen Abwanderungstheater vom Sommer voll bei der Sache: „Ich fühle mich wohl, wir haben ein super Team.“

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