Regionalliga Südwest: 1. FC Saarbrücken muss zum TSV Steinbach Haiger

Kostenpflichtiger Inhalt: Spitzenspiel beim TSV Steinbach Haiger : Fast alle Mann beim FCS an Bord

Nur José Pierre Vunguidica fehlt dem 1. FC Saarbrücken am Samstag im Spitzenspiel beim TSV Steinbach Haiger.

Zahlen lügen nicht – heißt es jedenfalls. Darum ist der 1. FC Saarbrücken am Freitag mit breiter Brust zum letzten Auswärts­spiel die TSV Steinbach Haiger aufgebrochen. Mit 46 Punkten aus 18 Spielen steht der FCS an der Spitze, kann nach der Herbstmeisterschaft auch die „Wintermeisterschaft“ klarmachen. „Es sind noch so viele Spiele, aber es ist natürlich eine Chance, einen direkten Gegner weiter zu distanzieren“, sagt Saarbrückens Top-Torschütze Sebastian Jacob, der mit 14 Treffern die Torjägerliste mit dem Walldorfer André Becker anführt, „es wäre sicher kein Beinbruch, dort Unentschieden zu spielen, aber natürlich wollen wir auch dort gewinnen.“

Die Zahlen aus den Duellen mit Steinbach sind durchaus positiv. Acht Siege in neun Spielen, 27:5 Tore. „Es gibt im Fußball Mannschaften, die liegen dir einfach, egal ob das Personal schon zig mal gewechselt hat. Das hat aber keine Bedeutung“, will FCS-Trainer Dirk Lottner von solchen Zahlenspielen nichts wissen. „Das ist alles Schnee von gestern, davon können wir uns heute nichts kaufen“, sagt Jacob, der beim 2:0-Erfolg im Hinspiel ausnahmsweise mal nicht der gefeierte Held war. Diese Ehre gebührte dem damals überragend haltenden FCS-Schlussmann Daniel Batz. „Wir hatten selten ein Spiel, das der Torwart so klar gewonnen hat“, erinnert sich auch Lottner an den Sahnetag des Ex-Elversbergers, „wir werden auch diesmal einen starken Rückhalt brauchen, denn gegen Steinbach wirst du nicht alles verhindern können.“

Beim Durchzählen der Mannschaft brauchte Lottner in dieser Woche länger als zuletzt. Außer dem noch immer gesperrten José Pierre Vunguidica stehen dem Trainer alle Spieler zur Verfügung. „Wenn wir schon mal dieses Luxusproblem haben, werden wir es den Steinbachern jetzt nicht noch einfach machen und die Aufstellung verraten“, sagte Lottner, der aber zumindest einräumte, dass Mario Müller wieder die angestammte Position auf der linken Außenbahn einnehmen wird. Höchstwahrscheinlich wird auch Tobias Jänicke nach überstandener muskulärer Verletzung seinen Stammplatz rechts zurückbekommen.

In der Dreierkette fehlte zuletzt Boné Uaferro, einer der stärksten Spieler der Vorrunde. „Er hatte in den beiden Spielen zuvor schon Probleme mit dem Ball am Fuß. Darum haben wir diese Entscheidung getroffen, die ihm sicher nicht gefallen hat“, sagt Lottner, dem aber wohl nicht verborgen geblieben ist, dass Vertreter Christopher Schorch gegen Pirmasens im Spielaufbau nun auch nicht unbedingt geglänzt hat.

„Steinbach läuft mit einer hohen Konsequenz, aber auch viel Risiko an, versucht den Gegner zu stressen“, analysiert der FCS-Trainer den Gegner, „ich hoffe, dass wir das besser umgesetzt bekommen als gegen Elversberg, die ähnlich auftreten. Aber Steinbach ist auch eine Mannschaft, die sich schwertut, wenn sie selbst im Ballbesitz ist.“ Am letzten Spieltag der Saison 2017/18 siegte der FCS in Steinbach nach einer Galavorstellung mit 7:1 – und verpasste wenig später gegen 1860 München den Aufstieg in die 3. Liga. „Das Spiel diesmal wird zeigen, ob wir uns mehr Luft gegenüber Steinbach verschaffen können, oder ob der Druck noch einmal größer wird“, sieht Lottner keine Paralellen, „dennoch darf man das Spiel nicht so angehen, als wäre es das letzte in dieser Liga.“ Es ist eben doch nur das vorletzte des Jahres – und diese Zahl stimmt sicher.

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