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Magere Leistung des FCS, aber drei Punkte

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Regionalliga Südwest : Magere Leistung, aber drei Punkte

Regionalliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken startet mit einem knappen 1:0-Erfolg beim FSV Frankfurt ins Jahr.

„Das ,Wie’ ist mir scheißegal“, sagte Markus Mendler, der Schütze des 1:0-Siegtreffers des 1. FC Saarbrücken im ersten Spiel des Jahres in der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den FSV Frankfurt am Samstag: „Hauptsache, wir haben die drei Punkte.“ Das mag auch FCS-Trainer Lukas Kwasniok gedacht haben, der sich über den Torschützen freute: „Ich war mit seiner Arbeit in der Vorbereitung sehr zufrieden. Es war nur eine Frage der Zeit, wann er treffen wird. Gott sei Dank war es heute der Fall.“

Mendler leitete den Treffer nach 21 Minuten mit dem Ballgewinn im Gegenpressing selbst ein. Sein kluger Pass auf Fabian Eisele eröffnete dem Mittelstürmer die Schusschance. Doch FSV-Torwart Kenan Mujezinovic reagierte gut, war dann aber gegen den Nachschuss des aufmerksamen Mendler ohne Abwehrchance. „Markus war heute mit Steven Zellner der Aktivposten in der Offensive“, lobte Kwasniok.

Zellner war – wie im DFB-Pokal gegen Karlsruhe – zweite Spitze, Antreiber, Ballverteiler, aber auch bei Defensiv-Standards immer wieder mit in der Abwehr zu finden. „Er hätte sicher von weiter hinten mehr Situationen einleiten können, aber ich war nicht bereit, seine Geschwindigkeit und Präsenz vorne während des Spiels zu opfern“, bergündete Kwasniok die offensive Aufstellung Zellners – und das, obwohl Fanol Perdedaj kurzfristig passen musste.

„Ich habe nicht richtig trainiert die Woche, das hätte nicht für 90 Minuten gereicht“, sagte Perdedaj, der eine Viertelstunde vor Schluss für Nino Miotke eingewechselt wurde. Der machte seine Sache in der Mittelfeldzentrale ordentlich. „Ich bin Fanol für diese Ehrlichkeit extrem dankbar. Ich habe mit Nino einen großen, zweikampfstarken Spieler für Fanol eingebaut, damit die Außenverteidiger Aktionen nach vorne initiieren können“, erklärte der Trainer: „Da hat uns aber der Mut gefehlt. Das war ein Kernproblem.“

Beide konnten nach vorne wenig ausrichten, hatten hinten jeweils einen großen Bock im Spiel. Anthony Barylla eröffnete durch einen Stellungsfehler Steffen Straub eine Schusschance, der diese nicht zur Führung nutzte (19.). Mario Müller ließ sich von Mirco Born austanzen, dessen Hereingabe Muhamed Alawie am zweiten Pfosten knapp verpasste – und damit das 1:1 (63.).

Der FCS hatte das Spiel über weite Strecken im Griff und seine beste Phase nach der Pause. Fällt da das 2:0, ist die Sache auf dem schwierig zu bespielenden Untergrund am Bornheimer Hang entschieden. Die beste Möglichkeit vergab Tobias Jänicke. Nachdem Zellner das Spiel geöffnet hatte, fand Barylla den Mitspieler völlig frei im Strafraum, doch Jänicke verträumte förmlich die Situation (66.). So mussten 1000 mitgereiste FCS-Fans unter den 2600 Zuschauern bis zum Schluss bangen. In der Nachspielzeit hatte Zellner dann die Erlösung auf dem Fuß, vergab aber.

„Egal“, meinte FCS-Torhüter Daniel Batz später: „Für ein 4:0 gibt es auch nur drei Punkte. Hauptsache, wir haben zu Null gespielt.“ Das Ergebnis nimmt Kwasniok in seinem ersten Punktspiel natürlich mit, die Spielweise seiner Mannschaft stellte ihn dagegen nicht zufrieden. Die angestrebte Dominanz in der Liga, dessen Fehlen Vorgänger Dirk Lottner angekreidet worden war, war noch nicht zu sehen. „Wir sind happy mit den drei Punkten, wissen aber, dass wir mit der Leistung in den verbleibenden 13 Spielen sicher nicht immer als Sieger vom Platz gehen werden“, sagte Kwasniok.