1. FC Saarbrücken empfängt Kickers Offenbach, Zeitz verlängert bis 2021

Kostenpflichtiger Inhalt: Spitzenspiel in der Fußball-Regionalliga Südwest : Auftakt zu den Wochen der Wahrheit

Regionalliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken empfängt am Samstag Kickers Offenbach. Froese soll Perdedaj ersetzen.

„Ich weiß nicht warum, aber Spiele gegen die Offenbacher Kickers sind immer irgendwie besonders“, sagt Manuel Zeitz, der Kapitän des 1. FC Saarbrücken. Der Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest bestreitet in den kommenden 14 Tagen vier schwere und vielleicht für den Saisonverlauf schon vorentscheidende Spiele. An diesem Samstag gegen den OFC (Anstoß 14 Uhr im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion), am Dienstag im DFB-Pokal gegen Bundesligist 1. FC Köln (18.30 Uhr), dann bei der SV Elversberg (Samstag, 2. November, 14 Uhr) und schließlich gegen den FC Homburg.

„Das ist schon eine Riesenchance für uns, sich abzusetzen. Aber es zählt jetzt das Offenbach-Spiel. Köln ist noch kein Thema in der Kabine“, sagt Zeitz, der diese Woche seinen Vertrag bis 2021/2022 verlängert hat. „Ich hätte auch länger unterschrieben, aber Marcus Mann wollte nicht“, scherzte Zeitz über den Sportdirektor. „Der Zeitpunkt jetzt vor den Spielen war mehr Zufall“, erklärt der 29-jährige Zeitz: „Wir haben in den letzten drei Jahren unser Ziel nicht erreicht. Aber ich möchte mit dem FCS wieder in den Profifußball. Am besten noch in dieser Saison. Darum war es keine Frage, dass ich hier bleibe.“ Zumal der Großrosseler zum zweiten Mal Vater wird und damit wohl endgültig einen Grund hat, sesshaft zu werden.

Auf der Tribüne sitzen wird gegen den OFC der gesperrte Fanol Perdedej, der wegen einer Tätlichkeit nach Provokation für zwei Liga-Spiele aussetzen muss. Für ihn wird Kianz Froese im defensiven Mittelfeld beginnen. „Wir haben auch schon ohne Fanol Spiele gewonnen. Kianz kennt seine Aufgabe auf der Doppelsechs neben Manuel Zeitz“, erklärt FCS-Trainer Dirk Lottner, „er wird der offensivere der beiden sein, der immer wieder die Verbindung nach vorne herstellen soll.“

Auch Rasim Bulic, Mergim Fejzullahu und Steven Zellner (alle verletzt) sowie Cedric Euschen (Aufbautraining) werden nicht im Kader sein. „Bei Zelle ist es ein kleiner, feiner Faserriss“, sagt Lottner, der hofft, seinen schnellsten Innenverteidiger im Spiel gegen die SVE wieder zur Verfügung zu haben.

Gegen den OFC soll die Mannschaft aus den Fehlern des 4:3-Erfolgs beim Bahlinger SC vor einer Woche lernen. „Es kann nicht sein, dass wir nach einer 3:0-Führung ein Spiel noch so heiß machen“, sagt Lottner, sieht in der Problematik der Leichtfertigkeit aber gleichzeitig wieder etwas Positives: „Wir können den Schalter dann auch wieder umlegen. Ich bin eigentlich froh, dass wir im Moment diese Spiele nicht so klar und deutlich gewinnen. Ich glaube, dass das mit ein Grund ist, dass wir so auf Spannung bleiben.“

Spannend sind die Spiele gegen Offenbach immer, auch wenn die Kickers bereits 15 Zähler weniger geholt haben, als der FCS. „Ich hatte sie vor der Saison ganz stark eingeschätzt“, sagt Zeitz. Sein Trainer warnt davor, den Gegner nun zu unterschätzen: „Natürlich hängen sie hinter ihren eigenen Erwartungen hinterher und wollen mit dem neuen Trainer versuchen, zumindest annähernd den Anschluss wiederherzustellen. Es ist eine gefährliche Mannschaft, die viel von ihrer Aggressivität und Emotionalität lebt.“

Für OFC-Interimstrainer Steven Kessler ist der FCS die „beste Mannschaft der Liga. Die Konstanz ist es vor allem, die uns von Saarbrücken unterscheidet“. Wie fast alle anderen Gegner nimmt Kessler gerne die Außenseiterrolle an: „Wir möchten den Spitzenreiter ärgern, wollen mutig spielen, offensiven, guten Fußball zeigen.“ Gelingt das, könnte es eines dieser typischen Spiele FCS gegen OFC werden – und eine gute Einstimmung auf die Wochen der Wahrheit für Blau-Schwarz.

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