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Am Vatertag: Polizei behält Besucher am Bostalsee im Blick

Kostenpflichtiger Inhalt: Corona-Kontrollen am Vatertag : Polizei behält Besucher am Bostalsee im Blick

Vatertagstouren müssen 2020 etwas kleiner ausfallen. Die Verantwortlichen appellieren, sich weiterhin an die geltenden Regelungen bezüglich Kontakt und Mindestabstand zu halten.

Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 21. Mai, wird vielerorts als Vatertag gefeiert. Doch an diesem Donnerstag müssen die Wanderungen und Unternehmungen in Richtung Bostalsee und Schaumberg etwas kleiner ausfallen. Klar ist, dass im Pandemie-Jahr 2020 wesentlich mehr beachtet werden muss. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, gelten nach wie vor verschiedene Auflagen.

„Unser Schwerpunkt wird sein, dass wir schauen, ob die Vorschriften eingehalten werden“, verdeutlicht Andreas Riemenschneider, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Nordsaarland in Wadern. Nach einigen Lockerungen ergibt sich für ihn die spannende Frage: „Wie viele Menschen kommen bei dem zu erwartenden schönen Wetter zum Bostalsee?“ Wegen des sommerlichen Wetters sei es allerdings wahrscheinlich, dass sich viele Fußgänger und sonstige Besucher am Vatertag auf den Weg zum Bostalsee machen werden. Gerade weil die Gastronomiebetriebe nun wieder geöffnet sind, müsse und werde die Polizei weiter wachsam sein. „Wir sind gut aufgestellt und hoffen, dass die Besucher besonnen bleiben und nicht der Alkohol obsiegt, dann können wir es gut regeln“, sagt Riemenschneider. Allerdings würden mit steigendem Alkoholkonsum die guten Vorsätze dann schnell wieder in Vergessenheit geraten. Unterstützt werden seine Kollegen von zwei Teams der Nohfelder Ortspolizeibehörde. „Wir werden Menschenansammlungen und Gruppenbildungen auflösen sowie darauf achten, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“, sagt Hubertus Wilhelm von der Ortspolizeibehörde der Gemeinde Nohfelden.

Schon am Donnerstagmorgen werden die Ordnungshüter am Bahnhof Türkismühle präsent sein, um sich einen Eindruck darüber zu verschaffen, wie sich der Besucherstrom von dort zum Bostalsee in Bewegung setzt. „Danach werden wir kontrollieren, ob auch unterwegs alles entsprechend der Vorgaben abläuft“, so Wilhelm. Es wird nicht möglich sein, dass sich die Wanderer mit mehreren Bekannten oder Vätern aus diversen Hausständen treffen. Eine große, gemeinsame Bollerwagen-Tour mit mehr als zwei Vätern ist nicht gestattet. „Gruppen mit einem Bollerwagen werden auf den Zuwegungen gestoppt und überprüft“, kündigt Wilhelm an. Die privaten Vatertags-Umzüge ziehen nicht nur Erwachsene, sondern auch viele Jugendliche an. Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz werden die Eltern der Jugendlichen informiert.

Ihr Hauptaugenmerk werden Polizei und Ortspolizei am Nachmittag auf das Geschehen rund um den Parkplatz Seehafen in Bosen legen müssen. „Die Gastronomie hat geöffnet und es kann in diesem Bereich richtig voll werden“, vermutet Wilhelm. Eine Warteschlange ohne die nötigen Distanz zu Vorder- und Hintermann an den Eingängen vor dem Biergarten Seestern, der 750 Gästen Platz bietet, und dem Restaurant Kostbar werde von den Ordnungshütern aufgelöst. „Eine Nichteinhaltung der geltenden und allseits bekannten Regeln sollte niemand riskieren, weil sonst ein empfindliches Bußgeld droht“, sagt Wilhelm.

Zusätzlich hat das Freizeitzentrum Bostalsee eine Security-Firma engagiert, die am See patrouilliert und ebenfalls kontrolliert. Der Zutritt zu den Strandbädern in Bosen und Gonnesweiler ist nach Angaben eines Landkreis-Sprechers nicht erlaubt. Auf dem gesamten Gelände des Freizeitzentrums Bostalsee müssen die entsprechenden Kontakt- und Abstandsregelungen eingehalten werden.

Gleiches gilt für den Schaumberg in Tholey. „Die Ortspolizei wird in enger Abstimmung mit der Polizeiinspektion St. Wendel kontrollieren“, kündigt Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU) an. Die Ortspolizei werde zudem von vier Mitarbeitern eines Security-Unternehmens verstärkt. Einen eigenen Sicherheitsdienst hat zudem der Betreiber der wieder geöffneten Schaumberg-Alm für den Vatertag verpflichtet. „Es geht darum, dass der Hygieneplan eingehalten wird. Im Bereich der Schaumberg-Alm liegt die Verantwortlichkeit beim Betreiber“, erklärt der Bürgermeister. Neben dem Schaumberg werden weitere markante Punkte in der Gemeinde Tholey von den Ordnungskräften überprüft.