Bernhardiner-Treffen im Saarland

Kostenpflichtiger Inhalt: Hundevergnügen : Ausflug der Gutmütigen

Ein Bernhardiner zieht immer den Blick auf sich. Ein gutes Dutzend von ihnen sind folglich ein echter Blickfang. So wie jetzt im saarländischen Schwalbach beim Winterspaziergang der Bernhardiner.

Fast jeder kennt ihn, den Bernhardiner, aber viele haben noch nie einen dieser majestätischen großen Hunde gesehen. Wenn sie dann gar im Rudel auftreten, ist das schon sehenswert. So geschehen jetzt in Schwalbach: 42 Hundefreunde der Landesgruppe Baden-Pfalz-Saar des St. Bernhards-Club Deutschland trafen sich in Schwalbach zu ihrer Winterwanderung. Da staunten auch Bürgermeister Hans-Joachim Neumeyer und Ortsvorsteher Bernd Schweitzer bei ihrer Stippvisite im Clubheim des Vereins für Deutsche Schäferhunde und bestanden auf ein gemeinsames Gruppenfoto.

Die Teilnehmer nahmen zum Teil weite Wege auf sich, um an dem geselligen Treffen in Schwalbach teilnehmen zu können. Bernhardinerfreunde kamen aus Baden, der Pfalz und dem Saarland. Einer nahm gar den 400 Kilometer langen Anreiseweg von Iserlohn ins Saarland auf sich, um mit gleichgesinnten Hundefreunden zum Erfahrungsaustausch zusammenzutreffen. Und auch drei deutsche Doggen, ein Neufundländer und ein Jack-Russell-Terrier durften mit ihren Herrchen und Frauchen mitwandern.

„Wir sind in erster Linie Tier- und Hundefreunde,“ erklärte Herbert Schnepper, der zweite Vorsitzende des Vereins aus dem französischen Puttelange. „Da dürfen Gleichgesinnte mit anderen Hunderassen durchaus mit, aber letztendlich geht es über die Verträglichkeit der Vierbeiner.

Herbert Schnepper kam einst aus dem Bergischen Land nach Smartville ins lothringische Hambach, wo er 20 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung in dem Automobilwerk arbeitete. Seitdem engagiert sich der Bernhardiner-Freund intensiv im Verein. Ihm haben es vor allem das sonnige Gemüt und die ausgesprochen gutmütigen Charaktereigenschaften dieses dieser besonderen Rasse  angetan.

Dirk Tabellion (45), Bernhardiner-Fan aus Hülzweiler, charakterisiert den mächtigen Vierbeiner zudem als besonders kinderlieb und familiär. Er macht derzeit eine Ausbildung zum Sonderleiter von Ausstellungen.

Deutschlandweit zählt der St. Bernhards Club mit seinen zwölf Landesgruppen über 800 Mitglieder. Rund 90 sind es in der Landesgruppe, rund ein Drittel kommt dabei aus dem Saarland.

Der jüngste Bernhardiner-Freund, der fünfjährige Leon aus Niederwürzbach, war kaum größer als sein mächtiger Vierbeiner, dessen Urahnen einst als Rettungshund im Schnee der Schweizer Berge weltberühmt wurden. Der legendäre Barry soll zu seinen Lebzeiten von 1800 bis 1812 nicht weniger als 40 Menschen das Leben gerettet haben.

Vom Schwalbacher Schäferhundeverein zog die illustre Gruppe gemeinsam los vorbei am Reitverein in Richtung Hasenberg, um dann nach einem lockeren Spaziergang vier, fünf Kilometern zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Herbert Schnepper und Dirk Tabellion stellten dabei auch die weiteren Aktivitäten  des Vereins näher vor. Nach der Jubiläumsausstellung im vergangenen Jahr  in Ludwigshafen zum 70-jährigen Bestehen des Vereins  sind dieses Jahr vier weitere Ausstellungen geplant. So werden nach ihren Worten  im Oktober in Brenschelbach, einem Ortsteil von Blieskastel, mehr als 70 Bernhardiner zu bewundern sein. Zwei weitere Ausstellungen finden in Ludwigshafen, eine in Offenburg statt.

Zucht und Ausstellungen spielen nach den Worten von Dirk Tabellion eine wichtige Rolle im  Vereinsleben, gilt es doch diese majestätische Rasse auch zukünftig zu erhalten. „Aufgrund der Größe des Hundes und seines Gewichtes sind bei kleiner werdenden Wohnkapazitäten die  Zahlen leider rückläufig,“ wie Herbert Schnepper hinzufügte.

„Die Zucht ist aber nur ein Schwerpunkt in der Vereinsarbeit,“ betont Dirk Tabellion. „Viele Mitglieder schätzen den Bernhardiner als idealen kinderlieben Familienhund,“ sagt der 45-Jährige weiter und hebt hervor, dass bei allen das Wohl des Hundes im Mittelpunkt stehe.

        www.bernhardiner.de