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Linke Saarwellingen für Pumpspeicherkraftwerk im Nordschacht

Kostenpflichtiger Inhalt: Angesichts der aktuellen Situation : Linke Saarwellingen plädiert erneut für Projekt Pumpspeicherkraftwerk

Der Saarwellinger Linken-Chef erinnert gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise an Überlegungen für ein solches Großprojekt.

Die Linke im Gemeinderat Saarwellingen appelliert in einem offenen Brief, angesichts der aktuellen Situation den Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes im Nordschacht „nochmals neu anzudenken beziehungsweise anzuregen“. Das teilt der Fraktionsvorsitzende Hans Kiechle mit.

Mit der aktuellen Situation meint er, dass der Staat „Billionensummen“ in die Hand nehme, um die Wirtschaft „vor dem Abschmieren zu bewahren“. In der „Panik des Augenblicks“ gerate aber das größere Ziel, eine „neue, eine grüne Wirtschaft“, in Vergessenheit.

Kiechle weiter: „Für längerfristige Investitionen beim Klimaschutz und Ausbau der Infrastruktur ist aus Sicht mehrerer Wirtschaftsinstitute die Corona-Krise ein guter Zeitpunkt.“ Auch spreche beispielsweise Umweltministerin Svenja Schulze von Förderung von Energiespeichern.

Dem Reisbacher Linken-Politiker zufolge betrage die vorgegebene Leistung eines zu bauenden Kraftwerks 300 Megawatt. „Damit könnte die Industrie wie Steag, Stahlindustrie und Automobilindustrie mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden.“ Aber die Leistung reiche auch aus, um 40 Prozent der Haushalte im Saarland mit grünem Strom zu versorgen. Die Baukosten würden ihm zufolge rund 500 Millionen Euro bei zehn Jahren Bauzeit betragen.

Kiechle setzt sich seit Jahren für den Bau eines Kraftwerkes auf dem Gelände des ehemaligen Abbaugebietes Nordschacht außerhalb von Reisbach bei Saarwellingen ein. Nach dem Ende des saarländischen Bergbaus 2012 kam 2015 die Idee auf, im Nordschacht ein neues Pumpspeicherkraftwerk zu bauen (die SZ berichtete).