Senioren-Fittnesstage in Saarbrücken ist ein Erfolgsmodell

Kostenpflichtiger Inhalt: Saarbrücker Senioren-Fitnesstage : Der Plan: gesund sein und nicht einsam

Saarbrücker Seniorenbeirat lädt am 5. November zum 100. Fitnesstag für Menschen ab 60 Jahren nach Fechingen ein.

Mit Angang 60 fühlte sich Jörg Friedrich noch zu jung, um einfach nur Rentner zu sein. Und er fand, dass es auch anderen Menschen gut tun würde, sich im Alter regelmäßig zu bewegen. So sei er, der gerade pensionierte Polizist, zusammen mit Walter Kessler vom Landessportverband auf die Idee mit den Saarbrücker Senioren-Fitnesstagen gekommen, sagt Friedrich.

Das war im Mai 2011. Der Saarbrücker Seniorenbeirat, sagt dessen Vorsitzender Lothar Arnold, hat die Idee „gemäß dem Wunsch vieler älterer Menschen, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben“, aufgegriffen. In Zusammenarbeit mit dem Landessportverband und mit Unterstützung von Professor Wilfried Kindermann wurde die erste Veranstaltung organisiert. Damals, sagt Arnold, „war nicht vorauszusehen, dass diese Veranstaltung eine solche Erfolgsserie starteten würde“. Am 5. November treffen sich die Akteure zum 100. Mal in der Schwimm- und Festhalle in Fechingen.

Aus Anlass dieses Jubiläumstags, der wie alle Senioren-Fitnesstage am ersten Dienstag eines Monats stattfindet, will der Seniorenbeirat alle Bürger ab 60 Jahren einladen, „um sie anzuregen, zukünftig für sich und für ihre Gesundheit etwas zu tun“. „Körperliche Bewegung und Aktivität halten länger fit und aktiv, und durch Teilnahme an den Gruppen entstehen auch gesellschaftliche Kontakte, die gepflegt werden können, wodurch der Vereinsamung entgegen gewirkt werden kann“, sagt  Arnold. Davon, dass „sich längst kleine Grüppchen gebildet haben“, erzählt auch Friedrich.

Genau das sei auch der Plan gewesen: „Wir wollten ein niedrigschwelliges Angebot schaffen, um Spaß am Sport zu wecken.“ Das habe funktioniert. In vielen Fällen sei auch Teil zwei des Plans aufgegangenen: Einige der Senioren, die zum Fittnestag kamen, haben sich wegen der guten Erfahrungen in Sportvereinen angemeldet oder haben „nur so für sich“ begonnen, regelmäßig Sport zu machen, weiß Friedrich.

Wobei zur Grüppchenbildung nicht nur die sportlichen Aktivitäten beigetragen haben. Nach dem Sport kann man in der Festhalle auch etwas essen, erklärt er. Und da könne man beobachten, dass an den Tischen immer wieder dieselben Teilnehmer zusammenfinden. „Diese Art der sozialen Kontakte waren beabsichtigt“, sagt Jörg Friedrich. Eine guter Plan sei es auch gewesen, verschiedene Sportarten parallel anzubieten. So seien die Fitnesstage für Paare interessanter. „Er spielt Boule, sie geht zum Aquatraining“, das sei eine Aufteilung, die nicht selten sei, erklärt Jörg Friedrich.

Es gab immer wieder etwas neues in den vergangenen acht Jahren bei den Senioren-Fitnesstagen, eins blieb und bleibt bestehen: Die Teilnahme ist kostenlos. Und ein Erfolgsmodell sind die Senioren-Fittnstage auch. „In Homburg, Merzig, Sulzbach und Blieskastel haben wir Nachahmer  gefunden“, sagt  Lothar Arnold.

Infos: Seniorenbeirat@saarbruecken.de

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