Saarbrücken arbeitet an einer neuen Tourismusstrategie

Kostenpflichtiger Inhalt: Neue Strategie für Saarbrücken : Touristen sollen noch mehr Geld bringen

Die Landeshauptstadt und der Regionalverband Saarbrücken arbeiten an einer neuen Strategie, die mehr Gäste anlocken soll.

Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was soll ich hier? Der eine oder die andere kennen solche Fragen vielleicht aus der Selbstfindung. Andere vom Hörensagen. Menschen, die sich im Regionalverband Saarbrücken mit Tourismus beschäftigen, kennen solche Fragen womöglich auch aus der sogenannten Lenkungsgruppe. Diese Gruppe soll sich kritisch anschauen, was andere vorher analysiert haben. Sie soll beraten. Und sie soll am Ende das Ergebnis dessen, was sich „Tourismusstrategie“ nennt, bekannt und populär machen.

Die Landeshauptstadt und der Regionalverband arbeiten gemeinsam an einer Strategie, mit deren Hilfe der Tourismus bin ins Jahr 2015 weiterentwickelt und gestärkt werden soll. Zwei Profi-Agenturen helfen dabei. Sie sollen zum Beispiel „Marketingkonzepte für alle Bereiche der touristischen Wertschöfungskette“ erarbeiten. Wo genau es hingehen soll, ist noch nicht klar. Aber warum der Regionalverband und die Landeshauptstadt eine neue Strategie brauchen, ist bereits deutlich formuliert.

Vereinfacht formuliert: Es geht um Geld und Jobs. 1,38 Milliarden Euro Umsatz wird jedes Jahr im saarländischen Tourismusgewerbe gemacht. Rund 33 000 Menschen sind hierzulande in dieser Branche beschäftigt. Die Betriebe der Tourismusbranche zahlen jedes Jahr im  Saarland rund 96 Millionen Euro Steuern. Die Beiträge aus dem Tourismus machen demnach 2,8 Prozent des „Volkseinkommens im Saarland“ aus, wie es in den Statistiken des Regionalverbands heißt.

Die Vermutung und die Botschaft, die hinter der Arbeit an einer neuen Tourismusstrategie stehen, lauten: Da geht noch mehr. Wobei mehr Erfolg auch mehr Investition bedeuten kann. Die neue Strategie soll auch „Empfehlungen zur Ausgestaltung und finanziellen Ausstattung der Tourismusstrukturen“ geben.

Im Februar kommenden Jahres sollen der Saarbrücker Stadtrat und die Regionalversammlung die neue Strategie beschließen. Im März soll sie dann in einer Veranstaltung öffentlich präsentirt werden. Zuvor treffen sich rund 300 „Tourismusakteuere“, also etwa Hoteliers, Wirte und Kulturtreibende aus dem „Regionalverband, um unter anderem über neue Produkte und Angebote, über Tagungs- und Kongresstourismus, über Aktiv-, Städte- und Kultururlaube zu reden. Am 22. November soll dieses „Tourismuscamp“ stattfinden.

Die Saarbrücker Ludwgskirche zählt zu den bedeutendsten sakralen Barockbauwerken in Deutschland. Foto: LHS. Foto: GMLR/Landeshauptstadt Saarbrücken - ;GMLR

Das Niveau, von dem aus die Tourister starten, sei gar nicht so niedrig, sagen sie. Im vergangenen Jahr wurden in den Hotels im Regionalverband 617 545 Übernachtungen registriert, 537 962 davon in Saarbrücken. Deshalb, heißt es in der Lenkungsgruppe, sei es so wichtig, das Stadt und Umlandgemeinden gemeinsam an einem Konzept arbeiten und Antworten auf das Was, das Wie und das Warum suchen.

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