Kultusminister Ulrich Commerçon gegen Abriss des Pingusson-Bau

Kostenpflichtiger Inhalt: Commerçon zu Pingusson-Bau : Commerçon: „Ganz Europa würde über uns lachen“

Der saarländische Kultusminister Ulrich Commerçon (SPD) geht davon aus, dass sein Ministerium wieder in den sanierungsbedürftigen Pingusson-Bau ziehen wird. Das erklärte er am Donnerstag beim Sommergespräch in der Staatskanzlei.

Vergangene Woche habe er ein Schreiben aus dem Innenministerium erhalten, wonach die Kosten der Sanierung im Februar dieses Jahres auf rund 40 Millionen Euro geschätzt worden seien. „Das entspricht dem, was wir damals auch vorausgesagt hatten“, so Commerçon. Wenn es bei dieser Größenordnung bleibe, sei er zuversichtlich, dass man am Beschluss des Ministerrats festhalte.

Nach wie vor gebe es auch keine „vernünftige Alternative“ dazu. Die Kosten für eine Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes seien auch nicht „exorbitant hoch“. Commerçon verwies auf die derzeit zu zahlenden über 1,1 Millionen Euro Kaltmiete für den aktuellen Standort des Ministeriums im ehemaligen Postamt. „Da muss man auch für die nächsten 30 Jahre gegenrechnen. Die Miete wird auch steigen.“

Andererseits sollte auch aus historischen Gründen am Gebäude, in der die französische Botschaft beheimatet war, festgehalten werden. Eine Landesregierung, die sich die „Frankreichstrategie auf die Fahne geschrieben hat“, könne nicht daran interessiert sein, das Gebäude abzureißen. „Bei einem Abriss würde ganz Europa über uns lachen“, ist sich Commerçon sicher. Er ist daher „guter Dinge“, für eine Sanierung Zuschüsse aus Denkmalförderungsprogramme des Bundes und der EU zu erhalten. Zweistellige Millionenbeträge seien durchaus möglich.

Mehr von Saarbrücker Zeitung