Saarbrücken sollte die Ideen von Hajo Hoffmann offen diskutieren

Kostenpflichtiger Inhalt: Kommentar : Eine Idee zum Ernstnehmen

Diese Zeitung hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, als Hajo Hoffmann vor 20 Jahren mit seiner Seilbahnidee an die Öffentlichkeit ging. Nun ist es nicht Aufgabe von Journalisten, Projekte aus dem Rathaus grundsätzlich gut zu finden.

Aber einen wirklich gelungenen Beitrag zur Debattenkultur haben wir SZ-Redakteure damals wohl nicht geleistet.

„Die Saarbrücker Zeitung fand das mögliche Projekt so witzig, dass sie die Verbindung zum Sessellift im DFG als Beispiel nahm und eine Karikatur veröffentlichte, die einen Lift längs über die Bahnhofstraße führte, was natürlich mit unseren Vorstellungen absolut unverträglich war“, erinnert sich Hajo Hoffmann.

Nun also ein neuer Versuch. Nicht nur für uns Journalisten, sondern für die ganze Stadt. Hajo Hoffmann fordert uns mit seinem Zwischenruf, mit seiner Reaktion auf die Entwicklungen in Köln und anderen Städten erneut heraus. Wir sollten das Ganze diesmal wesentlich ernsthafter angehen. Das heißt: Am Anfang sollte nicht über Millionen geredet werden, die das alles kosten wird und die man doch besser in dieses und jenes Projekt stecken könnte. Am Anfang sollten wir einfach darüber nachdenken, wie wir in dieser Stadt leben wollen und offen darüber sprechen, wie das funktionieren könnte. Gegenseitig beschimpfen können wir uns dann später immer noch.

Und vielleicht ist es von Vorteil, dass gerade in dieser Phase ein junger, unverbrauchter Oberbürgermeister sein Amt antritt. Dazu noch einer, der im Wahlkampf mit Bürgerwerkstätten Erfahrungen gemacht hat. Es lohnt sich also sicher, wenn sich der Sozialdemokrat Hajo Hoffmann und der Christdemokrat Uwe Conradt mal zusammensetzen.

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