Alexander Klein beginnt sein Amt als neuer Pfarrer in der Pfarrei Heiliger Martin

Kostenpflichtiger Inhalt: Neuer Pfarrer in der Pfarrei Heiliger Martin : Pfarrer Klein beginnt sein Amt mit Witz und Humor

Pfarrer Alexander Klein ist als neuer Pfarrer in Rohrbach eingeführt worden.

So voll wie beim Einführungs-Gottesdienst für den neuen Pfarrer Alexander Klein in Rohrbach ist die Johanneskirche selten. Die Rohrbacher, Hasseler und Oberwürzbacher waren eben neugierig auf den jungen Mann, der seit dem 1. Oktober die Geschicke der Pfarrei Heiliger Martin leitet. Sie bereiteten ihm gemeinsam mit den katholischen Pfarrern, Kaplanen und Gemeindereferenten St. Ingberts in einer Festmesse und einem sich anschließenden Umtrunk einen würdigen Empfang.

Eric Klein, der Dekan des Saarpfalz-Kreises, stellte den 33-jährigen „Neuen“ in der Messe vor. Dabei ging er auch auf die Begrifflichkeiten ein, denn der aus Dudenhofen stammende Alexander Klein ist vorerst als Administrator in der Pfarrei. Ein Amt, dem Pfarrer gleich, aber eben erst einmal „nur“ mit der Perspektive als solcher tätig zu sein. „Sprachverwirrung gab es nicht nur beim Turmbau zu Babel. So werden durch die Neuordnung des Bistums Begriffe herangezogen, die noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind“, sagte der Dekan an die Gäste gerichtet Zudem seien die Menschen wichtiger als Begriffe. Und an den neuen Rohrbacher Geistlichen gerichtet sagte der Dekan: „ Ich wünsche dir aber vor allem, dass es dir gelingt, Pfarrer mit Leib und Seele zu sein und du nicht nur den Titel trägst.“

Nach dem Abitur in Speyer studierte Alexander Klein in Mainz Philosophie und Theologie. Ein Auslandsaufenthalt führte ihn nach Rom, ein Praxissemester in die Klinikseelsorge in Augsburg. Die praktische Ausbildungsphase nach dem Studium absolvierte er im Priesterseminar in Speyer, bevor er als Praktikant und Diakon nach Herxheim ging und 2015 zum Priester geweiht wurde. Seine erste Kaplanstelle trat Klein in Homburg-Erbach an, es folgte die zweite in Germersheim. Wie Dekan Eric Klein sagte, beschreibe sich der neue Pfarrer selbst als gesellig und mache gern Gesellschaftsspiele. Das käme der Jugendarbeit entgegen, auf die sich Alexander Klein besonders freuen würde, so der Dekan.

Dass der neue Pfarrer auch Humor hat, bewies er bereits bei seiner Einführungspredigt, die er mit „Kommt ein Pfälzer ins Saarland...“ begann. Es sei schön, dass man solche Witzchen machen kann, die den Anderen scherzhaft auf die Schippe nehmen, denn es zeige, dass man in der Region einen Blick aufeinander und füreinander habe, so Alexander Klein. Beim Vergleich mit anderen gebe es allerdings auch Gefahren. Zum Beispiel sich für etwas Besseres zu halten, wenn es einem gut gehe, und den Neid, wenn man etwas aus dem Mangel heraus betrachte. Wolle man aber eine Beziehung, auch die nach oben zu Gott, lebendig halten, dann brauche man solch einen Blick auf den anderen nicht. „Das wünsche ich uns als Kirche, als Pfarrei und Gemeinde. Schauen wir nicht auf das, was wir nicht können, sondern seien wir uns unserer Stärke bewusst. In Oberwürzbach, Hassel und Rohrbach wünsche ich uns eine lebendige Beziehung nach oben und dass wir so gestärkt auf den anderen blicken“, so Pfarrer Klein. Im Anschluss überreichte Elke Schaar-Stief, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates Rohrbach, Klein symbolisch den Schlüssel für die Kirchen. Beim Empfang später im Kindergarten hießen ihn der Oberbürgermeister, die jeweiligen Ortsvorsteher und viele Gäste persönlich willkommen.

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