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Ramona Helfenstein aus Homburg macht bei "Saarsteine" mit

Registrierungspflichtiger Inhalt: Saarsteine : „Steinrausch“ im Homburger Wald

Ramona Helfenstein ist begeistert von der Aktion „Saarsteine“. Mindestens genauso viel Freude wie das Finden der Steine macht es ihr, selbst welche zu bemalen und auszulegen.

Die Homburgerin Ramona Helfenstein geht seit April fast jeden Tag in den Wald. Grund sind die „Saarsteine“: Das ist eine Art Kunstaktion, die über Facebook ins Leben gerufen wurde und die den Aufenthalt im Grünen etwas spannender macht. Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Die Mitglieder der Facebook-Gruppe „SaarSteine (das Original)“ bemalen Kieselsteine mit wasserfesten Farben und verstecken sie im Wald. „Gleichzeitig sucht man nach solchen Steinen und nimmt die mit nach Hause“, berichtet Helfenstein.

Dort werden die kleinen Kunstwerke fotografiert und in der Facebook-Gruppe gezeigt. Oftmals meldet sich dann der jeweilige Künstler, der den „Saarstein“ bemalt hat. Meistens findet sich dessen Kürzel auf der Rückseite eines Steins. Anschließend werden die gefundenen Steine beim nächsten Spaziergang wieder versteckt und so der ganze Kreislauf am Leben erhalten.

Findet man aber einen Stein besonders schön, kann man in der Facebook-Gruppe fragen, ob man ihn behalten darf. Der Hersteller gibt dann bestenfalls sein Ja-Wort. Man könnte meinen, das Ganze sei eine Folge der Coronakrise. Doch dem ist nicht so, die Ursprünge der Saarsteine liegen schon im letzten Jahr. Helfenstein aber stieß erst im April auf die Aktion. „Ich habe das auf Facebook gesehen und dachte, das probiere ich auch mal.“ Sie sei ja nicht so sehr die Künstlerin gewesen, sagt sie, aber mittlerweile habe sich das verbessert. Bestimmt 100 eigene Steine habe sie seither ausgelegt, etwa 50 besitze sie noch zuhause. Vor ihrer Begeisterung für die Saarsteine sei sie auch mal gerne im Wald gewesen, jetzt sei sie dort aber fast täglich unterwegs. Besonders freut die 45-Jährige, dass sie auch neue Bekanntschaften über die Saarsteine gemacht hat. Im Wald komme man schnell ins Gespräch mit anderen Sammlern. Und die Sache weitet sich mehr und mehr aus: So wanderten die Steine auch schon über die Grenzen des Saarlands hinweg. In Zweibrücken seien Steine von ihr gefunden, auch an der Mosel. „Das freut einen dann besonders.“ Wenn ihr das Material ausgeht, fährt Helfenstein „hoch zum Omlor, ins Steineparadies.“ Bei der Firma am Zunderbaum könne man auch kleinere Mengen Kieselsteine erwerben. Übrigens, die ganz schweren Steine lässt die Integrationslehrerin, die an der Oberlin-Schule ein autistisches Kind betreut, im Wald liegen: „Manche bemalen wirklich riesige Steine, fast wie Hinkelsteine wie bei Asterix und Obelix. Die fotografiere ich dann nur und poste das Bild.“