Bürgergarde Ottweiler begeistert Publikum im Ottweiler Schlosstheater

Kostenpflichtiger Inhalt: Im Ottweiler Schlosstheater : Die Kleinsten waren die Größten

Die Bürgergarde begeistert das Publikum im Schlosstheater und gedenkt dem verstorbenen Vorsitzenden Nikolaus Weber.

Nach der Eröffnung der Sitzung durch das Kinderprinzenpaar, Prinzessin Isabella und Prinzessin Angelina sowie dem Erwachsenenprinzenpaar, Prinz Illias und Prinzessin Annika und den Tanzgarden, gedachte die derzeit kommissarische Vorsitzende der Garde, Heike Keip, mit leisen Worten dem kürzlich verstorbenen Nikolaus Weber. „Stets hat den Narren stark gemacht, dass er auch unter Tränen lacht“, mit diesen Worten nahmen Keip und der ganze Saal Abschied vom langjährigen Vorsitzenden der Bürgergarde, dessen ausdrücklicher Wunsch es war, dass die Sitzung auf jeden Fall stattfinden soll. Durch den Abend führten als Sitzungspräsidenten Heidi Ost-Sonn und wie schon seit 17 Jahren Wolfgang Blatt in gewohnt professioneller Art und Weise.

Der erste Teil des Programms, der ganz dem Nachwuchs gehörte, wurde von den beiden Tanzmariechen, Melina Neuhäuser und Franziska Schmidt, mit flotten Gardetänzen eröffnet. Und dann ging die Post ab: Marcel Woll aus Kutzhof brachte den Saal mit seinen Songs zum Toben. Mit Noah Dzewior, der insgesamt drei Mal auf der Bühnen zu sehen war, und Finn Behnke, traten zwei Neulinge in die Bütt, was den Beiden aber nicht anzumerken war. Sie hatten einiges über Schule und Alltag zu erzählen. So fragte Finn: „Musst du vorm Essen auch immer beten“, worauf Noah antwortete: „Nee, meine Mutter kocht ziemlich gut.“

Neben den temperamentvollen Auftritten der Jugendgarde mit „Fee auf Abwegen“, der Juniorengarde, dem Tanzpaar Nele Meisberger und Noah Dzewior, der Jugendtanzgarde mit spanischen Tänzen, war der Höhepunkt des Kinderprogramms der Auftritt der Minis. Die Kleinsten, im Alter von vier bis sechs Jahren, boten als „Space Girls“ nach der Melodie von Space Taxi „Ja, hallo hier speaks der Spucky“ von Stefan Raab, eine faszinierende Show.

Im Anschluss berichteten die Mädels Cosima Langer und Florentine Kessler, von den Merchweiler „Mir sen do“, über ihren handwerklich nicht ganz so begabten Vater.

Vergangenes Jahr leitete er noch die Sitzung. Jetzt war Nikolaus Weber nur noch in den liebevollen Gedanken der Fastnachtsfreunde dabei. Foto: Andreas Detemple

Im zweiten Teil des Programms zeigten die Erwachsenen, dass auch sie es können. Christopher und Denis Drawer mit ihrer Zirkusnummer, die Dream Dancer mit einer eigenen Interpretation vom Schuh des Manitou, das Männerballett „Die Bussibären“ von den Flitschern aus Heiligenwald und der Komiker Christoph Lesch alias Fidelius sorgten für beste Stimmung und viele Raketen im ausverkauften Saal. Die von Heike Keip und Kerstin Hoffmann arrangierte „Ultimative Chartshow“ brachten dann kurz vor Mitternacht die Stimmung noch einmal zum Kochen. Besonders der Cancan, vorgeführt von vier Herren im entsprechenden Outfit, sorgte für langanhaltenden Applaus. Das Programm und die Sitzung endete mit dem Lied „So schön wird’s nie wieder sein, heute Nacht bleibt keiner allein“, vorgetragen von allen 16 Mitwirkenden der Chartshow.