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Drei Mädchen und 27 Jungen aus Syrien lernen gemeinsam an den Günter-Wöhe-Schulen





Saarbrücken
Eine ganze Klasse aus Flüchtlingskindern
Drei Mädchen und 27 Jungen aus Syrien lernen gemeinsam an den Günter-Wöhe-Schulen

red,  20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Die Schüler der EGO a-f mit ihren Paten und ihrem Klassenlehrer Michael Biehl (mitte oben). Foto: Barbara Schorr

Foto: Barbara Schorr
Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es an den Günter-Wöhe-Schulen für Wirtschaft in Saarbrücken die erste rein aus Flüchtlingen bestehende Klasse eines Oberstufengymnasiums im ganzen Saarland.

Die Klasse heißt EGO a-f und gehört zur Oberstufe der Günter-Wöhe-Schulen für Wirtschaft. In der Klasse sind 3 Mädchen und 27 Jungen – alle aus Syrien. In Deutschland sind sie zwischen 3 und 14 Monate lang. Die meisten von ihnen leben in betreuten Wohngruppen. Die ermöglichen nachmittags eine Wiederholung des Schulstoffes und helfen bei Behördengängen. Nur einige wenige aus der Klasse leben bei ihren Familien.

Die Berechtigung für den Besuch der gymnasialen Oberstufe haben sie alle durch einen 10-jährigen durchgängigen Schulbesuch in ihrer Heimat erworben und durch Zeugnisse nachgewiesen. Das teilen die Günter-Wöhe-Schulen mit.

Die Deutschkenntnisse der Schüler seien allerdings noch sehr unterschiedlich. Daher haben die Günter-Wöhe-Schulen vier Extrastunden Deutsch in den Stundenplan der EGO a-f integriert.

Schüler Kasem Samid findet das gut: „Die Sachen, die wir im Unterricht machen, sind okay, aber die Sprache ist noch schwierig. Wir müssen noch viel lernen.“

Das Lehrerteam um Klassenleiter Michael Biehl – so erläutert die Schule – versuche den Kindern „alles an Rüstzeug mitzugeben“, was nötig ist, um das Abitur zu machen. Fortbildungen und regelmäßige Treffen seien an der Tagesordnung, um jederzeit über Schwierigkeiten und Fortschritte auf dem Laufenden zu sein.

Schüler Ahmad Alsmeer bestätigt: „Die Lehrer kümmern sich hier um uns, niemandem ist etwas zu viel. Wenn wir ein Problem haben, fragen wir, und sie helfen uns. Das ist schön.“

Zusätzliche Unterstützung erhalten die Neuen von ihren Schülerpaten, die sie bei einem Willkommensfest kennerlernten – und die ihnen den Einstieg ins deutsche Schulsystem erleichtern wollen. Als besonderes Bonbon – so erläutern die Günter-Wöhe-Schulen – bekamen die Schüler der EGO a-f in dieser Feierstunde Computer geschenkt, damit sie auch zuhause Internetanschluss haben und für die Schule arbeiten können.



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