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Grundschullehrer ärgern sich über mehrere Saar-Bürgermeister





Saarbrücken
Grundschullehrer ärgern sich über mehrere Saar-Bürgermeister
20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Lisa Brausch

In sechs Kommunen haben die Grundschulen keine Sekretärin, die die Schulleitungen von der Verwaltungsarbeit entlasten. Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband schrieb die Bürgermeister an – und erhielt nur eine Antwort.

Seit Jahren klagt der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) über fehlendes oder nur in geringem Umfang vorhandenes Personal in Schulsekretariaten. Im März dieses Jahres hatte der Verband daher einen Brief an die Bürgermeister von Ottweiler, Lebach, Bexbach, Mandelbachtal, Nonnweiler und Oberthal geschrieben. Diese sechs Kommunen stellten ihren Grundschulen überhaupt keine Verwaltungskraft für das Sekretariat zur Verfügung, teilt die SLLV-Vorsitzende Lisa Brausch mit. Im Saarland sind die Städte und Gemeinden Träger der Grundschulen.

Doch auf das Schreiben habe lediglich der Bürgermeister von Ottweiler geantwortet und auf die Verwaltungskraft im Rathaus verwiesen, die neben anderen Aufgaben auch für die Grundschule zuständig sei. Dies ist aus Sicht des Verbands unzureichend. „Erforderlich ist eine Verwaltungskraft vor Ort“, findet Brausch. Aufgrund der fehlenden Resonanz der meisten angeschriebenen Bürgermeister wendet sich sich Brausch nun mit einem Brief an den Präsidenten des Saarländischen Städte- und Gemeindetags (SSGT), den Völklinger Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU). Darin fordert sie ihn auf, das Thema im SSGT anzusprechen und auf Verbesserungen zu dringen.

Dass so wenige Kommunen antworteten, sei „sehr ärgerlich und enttäuschend“ und zeuge von Ignoranz vor der Leistung der Grundschulen, schreibt Brausch. Wenn es in einer Schule keine Verwaltungskraft gebe, sei diese Schule morgens auch für Eltern nicht erreichbar. Schulleiter würden so alleine gelassen mit Aufgaben, die sie neben ihrer hohen Unterrichtsverpflichtung und ihrem Auftrag, die Schulen pädagogisch weiterzuentwickeln, nicht mehr leisten können. „Auch die Flüchtlingssituation hat den ohnehin großen Verwaltungsaufwand noch erhöht“, schreibt Brausch.



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