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Saarbrücker Ludwigspark-Stadion wird deutlich teurer als geplant





Saarbrücken
Saarbrücker Ludwigspark-Stadion wird deutlich teurer als geplant
16. Februar 2017, 10:19 Uhr
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Das Dach der Haupttribüne war einer der markantesten Teile des alten Ludwigsparkstadions. Jetzt ist es Vergangenheit. Foto: Becker&Bredel
Die Umbaumaßnahmen für das Saarbrücker Ludwigspark-Stadion werden den bisher anvisierten Kostenrahmen von 20 Millionen Euro offenbar deutlich überschreiten. Details zu den Kostensteigerungen will die Stadt Saarbrücken heute Mittag auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt geben.


 Nach SZ-Informationen ist mittlerweile von einem Gesamtvolumen von bis zu 28 Millionen Euro die Rede.


Schon in den vergangenen Wochen waren mehrfach Gerüchte über einer größere Kostensteigerung laut geworden. Das hätten die jüngsten Ausschreibungsverfahren für den Neubau der Osttribünde und der Haupttribüne ergeben. Woher die zusätzlichen Mittel kommen, ist bisher nicht bekannt. Möglich ist, dass ein privater Investor weitere Mittel zum Umbau zur Verfügung stellt. Bei diesem Investor könnte es sich um die Firma Victor’s handeln. Firmen-Chef Hartmut Ostermann ist zugleich Präsident des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Nach SZ-Informationen steht im Raum, dass Victor’s die Kosten für die Sanierung der Tribüne zur Camphauser Straße („die sogenannte „Victor’s Tribüne“) übernimmt und im Gegenzug dafür auch die Vermarktungsrechte der Tribüne erhält.


Auf SZ-Anfrage nach einem zusätzlichen Investor ließ die Stadt vie Presseabteilung schriftich verlauten: "Die Landeshauptstadt als Eigentümerin des Ludwigsparkstadions ist grundsätzlich an Refinanzierungsmöglichkeiten der Investitionskosten sowie der künftigen Unterhaltungskosten interessiert. Daher stehen wir allen Kooperationsmöglichkeiten, die praktikabel und wirtschaftlich sind, offen gegenüber. Hauptnutzer des Stadions wird der 1. FC Saarbrücken sein, dessen Hauptsponsor ist das Unternehmen Victor’s. Mit dem Verein und seinem Hauptsponsor führen wir regelmäßig Gespräche über geschäftliche Kooperationsmöglichkeiten hinsichtlich des neuen Stadions. Aus Sicht der Landeshauptstadt sind hierzu verschiedenste Modelle möglich." 


>>>> Hier die offizielle Mitteilung der Stadt Saarbrücken:

Informationen über den Umbau des Ludwigsparkstadions


Umbau wird rund 8 Millionen Euro teurer

Trotz einer von erfahrenen Stadionplanern erstellten Kostenkalkulation geht die Landeshauptstadt Stand 16. Februar 2017 von Mehrkosten für den Umbau des Ludwigsparkstadions in seiner beschlossenen Form in Höhe von insgesamt rund 8 Millionen Euro aus. Die Gesamtkosten würden sich dann auf 28 Millionen Euro belaufen.

Zurzeit läuft das Verhandlungsverfahren für den Neubau von Tribünen, Funktionsgebäude und technischer Infrastruktur. Die Verhandlungen sind inzwischen so weit vorangeschritten, dass abzusehen ist, dass aufgrund diverser Gründe wie einer anhaltend guten Baukonjunktur und geringem Wettbewerbsdruck die ursprüngliche und zum Zeitpunkt der Erstellung fundierte Kostenkalkulation nicht zu halten sein wird.

Baudezernent Prof. Heiko Lukas geht davon aus, dass auch die Kalkulation für die weiteren noch anstehenden Teilprojekte wie der Neubau der West-Tribüne, die Errichtung der Nebengebäude und der Verkehrsflächen und Außenanlagen nicht mehr der aktuellen Marktsituation standhält. Wenn das vom Stadtrat beschlossene Gesamt-Bauprogramm umgesetzt werden soll, muss man mit Mehrkosten von rund 8 Millionen Euro rechnen.

Diese sehr schwierige und neue Situation erörtert die Landeshauptstadt mit dem Projektpartner Land, mit den städtischen Gremien und im Aufsichtsrat der Stadion GmbH. Da sich die Rahmenbedingungen durch die neue Kalkulation geändert haben, gilt es zunächst den Bestand der Fördermittelzusage in Höhe von rund 15 Millionen Euro abzusichern.

Die neue Kostenkalkulation und das weitere Vorgehen sollen im März in den städtischen Gremien erörtert werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor, das laufende Verfahren zum Abschluss zu bringen und die Planungen und den Umbau wie vorgesehen fortzuführen um den bisherigen Zeitplan einhalten zu können. Sie will bis zum März dem Stadtrat dazu Finanzierungsvorschläge unterbreiten. Das Bauvorhaben soll trotz der schwierigen Lage ohne größere Verzögerungen zum Abschluss gebracht werden.
 

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