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Lauterbach will Ruhe vor Rasern





Lauterbach
Lauterbach will Ruhe vor Rasern
Von  Bernhard Geber, 
21. März 2017, 02:00 Uhr
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Am Ende der Lauterbacher Kreuzwaldstraße: Im Asphalt sind im April 2015 noch Spuren der früheren Schwellen zu erkennen. Hinten rechts beginnt das Verbindungssträßchen durch den Wald nach Frankreich, links geht es um die Kurve in die Straße Am Weinbrunnen. Archivfotos (2): Stefan Bohlander
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Ortsvorsteher Dieter Peters. Foto: Ruppenthal Foto: Ruppenthal
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Test-Inseln aus je drei Baken: Eine Versuchsanordnung im November 2015 in der Lauterbacher Kreuzwaldstraße. Foto: Erik Roskothen Foto: Erik Roskothen
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Ein schmales Sträßchen führt weiter durch den Wald nach Frankreich.

Nach langem Streit und vergeblichen Anläufen liegt nun ein neuer Plan zur Verkehrsberuhigung in der Kreuzwaldstraße auf dem Tisch.

Den Grenzort Lauterbach (rund 2600 Einwohner) plagt ein Dauerproblem: Rücksichtslose Autofahrer, die durch die lang gezogene Hauptstraße brettern und auch die Kreuzwaldstraße, eigentlich eine reine Wohnstraße, als schnellen Schleichweg nach Frankreich nutzen. Erst am 11. März hatte sich ein Unfall mit vier Schwerverletzten in der Hauptstraße ereignet. Danach forderten die Völklinger CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Ortsverband Blitzersäulen und stärkere Präsenz von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst im Ort und eine Videoüberwachung am Grenzübergang. Diese Forderungen stehen aber zunächst nur auf dem Papier.

Die Stadt hatte bereits für rund 70 000 Euro Verengungen an der Hauptstraße eingebaut, aber nach Anliegerprotesten wieder entfernt. Ähnliches wiederfuhr früheren Schwellen in der Kreuzwaldstraße. Zwischenzeitlich wurden auch Test-Inseln aufgebaut. Nun scheint man nach langem Hin und Her in Lauterbach zu einem Schluss gekommen.

Dem Ortsrat mit Ortsvorsteher Dieter Peters (SPD) liegt für seine Sitzung am Mittwoch, 22. März, ein Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung vor. Danach soll die Kreuzwaldstraße im Abschnitt zwischen Hirschbrunnenstraße und der Straße Am Weinbrunnen so verkehrsberuhigt werden: Auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern soll die Fahrbahn im Bereich der bestehenden Bauminseln durch sechs Einbuchtungen verengt werden. Zudem soll die Fahrbahn im Einmündungsbereich der Straße Am Weinbrunnen so verschwenkt werden, dass bisherige Schnellfahrer dann statt der bisher geraden Linie eine Kurve vorfinden.

Die Kosten für die sechs Einbuchtungen entlang der Straße werden auf 42 00 Euro geschätzt. Die kann die Stadt, wie die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage schreibt, noch aus vorhandenen Mitteln bezahlen. Die Fahrbahnverengung soll um die 188 000 Euro kosten. Und die müssen erst einmal her. „Die benötigten Mittel sind seitens des Fachdienstes 48 zum investiven Finanzhaushalt 2017/2018 angemeldet worden“, heißt es im besten Amtsdeutsch in der Verwaltungsvorlage.

Das bedeutet, dass sie bei der Haushaltsberatung mit vielen anderen Anforderungen konkurrieren, die Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) bereits vor Wochen auf über zwölf Millionen Euro beziffert hat. Dabei hat die Stadt laut Lorig wegen der Schuldenbremse nur noch rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die öffentliche Ortsratssitzung beginnt um 18 Uhr im Vereinsraum der Lauterbachhalle. Was mit dem als gefährlich geltenden Verbindungssträßchen durch den Wald nach Frankreich geschehen soll, ist bisher kein Thema.




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