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Netzwerk sucht ein Haus der Integration





St Ingbert
Netzwerk sucht ein Haus der Integration
17. Februar 2017, 02:00 Uhr
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Anne Jungfleisch, Rolf Schulz, Christina Wieth und Hannah Jungfleisch (von links) vom St. Ingberter Netzwerk für Flüchtlinge stellten in der SZ-Redaktion ihre Pläne vor. Foto: Yvonne Handschuher

Foto: Yvonne Handschuher
Das Netzwerk für Flüchtlinge möchte ein Haus der Integration in der Innenstadt mieten, das bestenfalls 200 Quadratmeter groß ist.

Ein „Haus der Integration“ sucht das Netzwerk für Flüchtlinge in St. Ingbert. Christina Wieth, der Motor des Netzwerkes, war mit Rolf Schulz sowie den Schwestern Hannah und Anne Jungfleisch zu Gast in der Redaktion um diese Idee vorzustellen. Schulz und die Jungfleisch-Schwestern sind ebenfalls Ehrenamtler, die sich für die Flüchtlinge in der Mittelstadt einsetzen. Schulz unterrichtet Deutsch, die Schwestern unterstützen Christina Wieth bei ihrer Arbeit, genau wie Kai Stuber. Stuber fliegt neben seinem ehrenamtlichen Engagement für die St. Ingberter Flüchtlinge demnächst in die Türkei, um dort Zuwanderer zu versorgen. Die Reisekosten trägt er dabei selbst. Am morgigen Samstag, 18. Februar, wird zugunsten dieser Aktion von 10 bis 13 Uhr vor der Alten Kirche Kuchen verkauft. Wieth: „Wir unterstützen diese Aktion natürlich gern, beteiligen uns aber nicht finanziell.“ Schulz wirbt zudem um ehrenamtliche Helfer, die ebenfalls Deutsch unterrichten möchten. „Wir brauchen dringend Leute, die helfen“, sagt er. Aber zurück zu Christina Wieths aktuellem Anliegen. „Die Arbeit wurde nicht weniger, sondern intensiver“, stellt sie klar und betont in dem Zusammenhang auch, wie wichtig die Arbeit der Stabsstelle für Integration der Stadt St. Ingbert unter der Leitung von Mike White sei. Wieth: „Mike White und seine Leute sind immer präsent und immer erreichbar. Wir arbeiten sehr gut zusammen.“ Wieth erklärt auch, dass derzeit die Familienzusammenführung der Flüchtlinge ein großes Thema sei. „Vergangene Woche kamen von Freitag bis Sonntag 34 Personen im Familiennachzug.“ Da für Wieth und ihre Truppe die Integration erst jetzt richtig anfängt, sind sie auf der Suche nach einem Haus, in dem alle Aktivitäten unter einem Dach stattfinden können. „Wir haben Koch- und Backkurse geplant und brauchen Platz. Wir möchten gemeinsam tanzen, wir wollen Ausstellungen anbieten, wir könnten dort Kindern Nachhilfe geben – um nur einiges aufzuzählen.“ Derzeit laufe schon sehr viel, aber eben an verschiedenen Stellen und teilweise sehr beengt. Wieth weiter: „Wir zahlen beispielsweise in der Altenbegegnungsstätte Miete für unsere Treffen, wir backen und kochen im Rabensteinzentrum, das viel zu klein ist. Wir möchten eine zentrale Anlaufstelle in der Innenstadt.“

Wichtig ist den Helfern auch, zu betonen, dass sie nicht nur Neubürgern helfen. „Wir möchten einen Raum für St. Ingbert mit diesem Haus schaffen“, so Wieth weiter. Auch gehe es um einen „Support für die Helfer“, Seminare und Schulungen könnten dort abgehalten werden. Aus Spenden würde die Miete gezahlt, wie derzeit auch die Altenbegegnungsstätte. Man hoffe zudem, Fördergelder zu bekommen. Bisher hat das Team um Christina Wieth sich schon einige Häuser angeschaut. Jedoch sei es natürlich auch eine Frage des Preises. Wieth: „Wir haben in St. Ingbert Leerstände in der Innenstadt, vielleicht könnte da ein Haus passen.“ 200 Quadratmeter seien wünschenswert. Der Mietvertrag sollte laut Wieth zunächst für ein Jahr laufen. Wenn es um die Frage der Öffnungszeiten des Hauses der Integration geht, könnte sich Wieth beispielsweise unter anderem jemanden vorstellen, der den Bundesfreiwilligendienst dort absolviert. „Wir würden Zeitpläne entwickeln und festlegen, wer wann vor Ort ist.“

Doch zunächst lädt das Netzwerk zur Fastnachtsparty in die Altenbegegnungsstätte ein. Gefeiert wird am Samstag, 24. Februar, ab 14.30 Uhr. Außerdem nimmt das Netzwerk am St. Ingberter Fastnachtsumzug teil.


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