Saarbrücken beim Ballonfahren erleben - Ein Erlebnis für die ganze Familie
14. November 2016, 12:32 Uhr
Einen Logenplatz im Himmel können sich Saarländer bei einer Ballonfahrt sichern. Nur vom Wind getrieben geht es für Mitfahrer einer Ballonfahrt in der Region rund um die Hauptstadt Saarbrücken über Wald und Wiese. Dabei können sie so einiges Sehenswertes entdecken: Lautlos schweben sie zum Beispiel über die malerische Saarschleife. Aus der Vogelperspektive betrachtet wirkt diese wie aus einem Märchen. Da das Saarland zu einem Drittel aus Grünflächen besteht, bietet sich den Teilnehmern der Ballonfahrt ein traumhaftes Antlitz, das, aus der 360 Grad Perspektive betrachtet, sicher einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Am Startplatz der Wahl im Saarland angelangt, können Gäste einer Ballonfahrt beim Aufrüsten des Ballons auf Wunsch behilflich sein. Gemeinsam breiten sie die riesige Hülle des Heißluftballons aus, montieren den Gasbrenner und lassen mit Hilfe eines Ventilators den Ballon mit heißer Luft füllen. Da die warme Luft im Inneren des Ballons eine geringere Dichte als die Außenluft aufweist, beginnt der Ballon langsam sich aufzurichten. Während dieser Zeit wird er mit Halteleinen am Boden gehalten. Wenn er prall gefüllt ist und seine voll Größe entfaltet hat, heißt es für die Mitfahrer einsteigen. Gemeinsam nehmen sie Platz im geräumigen Weidenkorb. Die Größe des Korbs umfasst zwischen vier und zwölf Gästen und ist in einzelne Abteile unterteilt, die das Zusammenstoßen der einzelnen Mitfahrer verhindern. Wenn alle Gäste ihren Platz eingenommen haben, werden die Halteleinen gelöst und der Heißluftballon steigt majestätisch in den Himmel empor.

 

Wer Ballonfahren will, muss entweder früh aufstehen oder am Abend ein paar Stunden einplanen. Wegen des erforderlichen Wetters finden Ballonfahrten im Sommer in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend statt. Das frühe Aufstehen oder das lange Warten bis zum Abend auf die Ballonfahrt, wird durch malerische Sonnenauf- oder Untergänge hinreichend entschädigt, soviel sei versprochen! Ballonfahrten bei diesem Anbieter haben in der Regel eine Dauer von sechzig bis neunzig Minuten und finden in einer durchschnittlichen Flughöhe zwischen dreihundert und dreitausend Metern statt. Die Geschwindigkeit des Heißluftballons richtet sich beim Ballonfahren nach der örtlich herrschenden Windgeschwindigkeit. Bei vierzig Kilometern pro Stunde sprechen Ballonpiloten schon von einer schnellen Fahrt. Bei Alpenüberquerungen können sogar bis zu einhundert Kilometer pro Stunde erreicht werden und bei einer Landung und einem Start des Heißluftballons sollten zwanzig Kilometer pro Stunde nicht überschritten werden. Während der Dauer der Luftfahrt kann ein Ballon bis zu dreißig Kilometer Strecke zurück legen und endet damit, dass der Pilot einen geeigneten Landeplatz sucht und durch Öffnen des Parachutes heiße Luft aus dem Heißluftballon entweichen lässt und diesen somit sanft und sicher zu Boden bringt. Im Anschluss an eine Ballonfahrt ist es seit Zeiten des König Ludwigs XVI. Tradition, dass Erstfahrer einer Ballonfahrt im Nachgang durch eine Sekt- oder Champagnertaufe in den Adelsstand der Ballonfahrer aufgenommen werden. König Ludwig XVI. hatte dieses Gesetz auf Drängen des Adels kurz nach der ersten bemannten Ballonfahrt erlassen und behielt damit das Ballonfahren nur den "Blaublütigen" vor. Während der Ballonfahrt fährt das Bodenteam mit einem Auto dem Ballon hinterher, das sogenannte Verfolger bringt die Mitfahrer nach der Ballonfahrt wieder zum Startplatz zurück.

 

Die Geschichte der Ballonfahrt hat einen frühen Ursprung. Bereits im 13. Jahrhundert lassen sich Aufzeichnungen über Flugversuche des Benediktinermönches Olivier von Malsmesbury und im 15. Jahrhundert Meldungen über Ballonaufstiege aus China finden. Der erste offizielle Aufstieg eines Heißluftballons ließen die Gebrüder Montgolfiere im Jahre 1783 dokumentieren. Sie ließen zwischen zwei Stämmen ein Gebilde in die Luft aufsteigen. Bereits im September des gleichen Jahres ließen die Brüder Montgolfiere im Beisein König Ludwigs XVI. einen Hammel, eine Ente und einen Hahn mittels eines Heißluftballons in den Himmel fahren und im November 1783 fuhren zwei Menschen mit einem Heißluftballon über Paris und landeten acht Kilometer später unversehrt am Boden.



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