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Mexico: Cannabis-Legalisierung in Sicht?
22. Januar 2016, 08:54 Uhr
Auf der internationalen Cannabis-Karte tut sich einiges in den letzten Jahren. Nicht nur in den USA werden Liberalisierungsprozesse für Cannabis- und Cannabisprodukte angetreten. Auch in Mexiko gibt es nun Schritte in Richtung offenerer Politik im Umgang mit Marihuana. Nun hat der oberste Gerichtshof es einer kleinen Gruppe von Konsumenten erlaubt, ihr eigenes Marihuana in Form von feminisierten Hanfsamen anzubauen und selbst zu konsumieren.

Die Sachlage ist folgendermaßen: die Entscheidung des Gerichts gewährt vier Personen aus der Pro-Cannabis-Gruppe "Smart” ein Recht darauf, Cannabis anzubauen, zu transportieren und zu rauchen, und zwar egal wo und egal wann, und das während sie von den Behörden geschützt werden. Zwar schließt das keine weiteren Menschen mit ein, aber dieses Gesetz könnte durchaus der Türöffner für weitere liberale Schritte in Mexico sein.

 

Wie es zu dem Gerichtsurteil kam? Die Smart-Protestler haben vor Gericht argumentiert, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass legales Gras zu mehr Konsum oder Abhänigkeit oder Kriminalität führt. Das Gericht stimmte dieser Argumentation zu.

 

Das Gerichtsurteil widerspricht damit natürlich der Gesetzesgebung, die ja eigentlich besagt, dass niemand Marihuana konsumieren darf. Deshalb ist es besonders wichtig für die Zukunft Mexikos, wo der Umgang mit Drogen ein furchtbares Problem ist. Das Gerichtsurteil wird nun analysiert und, so hoffen viele Menschen, bald für alle in der Legislative geltend gemacht.

 

Der Krieg gegen die Drogen hat in Mexico einen massiven Schaden angerichtet. Viele Menschen sind es Leid, dass ihre Freunde und Verwandten ständig kriminalisiert werden, und noch schlimmer, teilweise ermordet oder gefoltert werden von den Kartellen. Eine Legalisierung würde dem Schwarzmarkt und der Kriminalität ein Ende setzen und mehr Fokus auf die Prävention von Sucht und Kriminalität legen. Ob die Politiker Mexikos das so sehen wie der Oberste Gerichtshof bleibt natürlich abzuwarten, aber es ist für viele ein erster richtige r Schritt, um das Drogenproblem anzugreifen.



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