Zwei neue CDs des Madrigalchors Klaus Fischbach

Zwei neue CDs des Madrigalchors Klaus Fischbach

Der Madrigalchor Klaus Fischbach legt zwei CDs vor: die eine feiert die ersten 50 Jahre des Klangkörpers, die andere widmet sich dem Thema Trauer und Trost.

Über 50 Lenze sind ein stattliches Alter für einen Chor, zumal unter demselben Leiter: 1962 hob Klaus Fischbach seinen Madrigalchor aus der Taufe. Das quicklebendige Trie-erer Ensemble genießt längst internationales Ansehen und legt nun zwei CDs (GuMa-Records) vor. "50 Jahre Madrigalchor Klaus Fischbach 1962 bis 2012" sollte in seiner Vielfalt nahezu jeden Freund anspruchsvollen Chorgesangs ansprechen. Das Repertoire spannt sich über Epochen, Jahrhunderte und Genres: vom Madrigal eines Claudio Monteverdi über die Mozart-Bearbeitung "Das verlor'ne Horn", einen Chorsatz von Charles Gounod nach der Fontaine-Fabel "La cigale et la fourmi" bis hin zu Volksweisen verschiedener Länder und Kontinente, zum Spiritual "Motherless child" und zu Duke Ellingtons "It don't mean a thing". Es ist hörenswert, wie einfühlsam der Chor den Spagat meistert und bei Jazzigem seinen seidenweichen Schmelz wahrt. Neben maßgeschneiderten Arrangements, auch für das mitwirkende Blechbläserensemble Clemens Scheidt, steuert Fischbach eigene Kompositionen bei: "Schläft ein Lied in allen Dingen" (Eichendorff) etwa heißt seine Hommage an Gustav Mahler.

Nach diesem Wechselbad der Stimmungen widmet sich die CD "Bleib bei uns, denn es will Abend werden" der Thematik Trauer und Trost. Der Werkekatalog nach liturgischen, religiösen und weltlichen Worten reicht von der Renaissance bis zu zeitgenössischen Sätzen, einmal mehr auch von Fischbach selbst. Zu diesem meditativen Hörerlebnis wird das tadellos disponierte Ensemble aus Madrigalchor und Trierer Domchor verstärkt von Josef Still (Orgel) und Mitgliedern der Deutschen Radio Philharmonie (DRP).

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