„Zusammenarbeit ist ein kluger Weg“

„Zusammenarbeit ist ein kluger Weg“

Auch nach dem Weggang von Peugeot sei Frankreich der wichtigste Handelspartner für die Saar-Wirtschaft, betonte IHK-Geschäftsführer Oliver Groll eingangs des gestrigen „Troisième Jour Français“, dem dritten Frankreichtag der Industrie- und Handelskammer. Neben zahlreichen Referenten, die über Themen wie Vertrieb und Arbeitsrecht in Frankreich informierten, begrüßte Groll auch den französischen Generalkonsul Frédéric Joureau, der der Veranstaltung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen besonderen Stellenwert einräumte.

So schaffe man "beste Voraussetzungen, um weiterhin gute Handelsbeziehungen zu pflegen". Für Deutschland und Frankreich sei es "ein kluger Weg, zusammenzuarbeiten", sagte Joureau. Nachrichten über hohe Verschuldung und steigende Arbeitslosenzahlen seien bezeichnend für die derzeitigen strukturellen Problemen Frankreichs, merkte Jörn Bousselmi, Geschäftsführer der deutsch-französischen IHK an. Aber man habe diese Probleme erkannt, und nun sei es die Aufgabe von Staatspräsident Hollande, den Reformbedarf umzusetzen. "Die Herausforderung ist es, eine steigende industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen", sagte Bousselmi. Die Frage sei nur, ob die politische Mannschaft hinter Hollande stark genug sei, um die "schwierigen strukturellen Maßnahmen" umzusetzen. Dennoch gab sich Bousselmi optimistisch: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die französische Wirtschaft wieder erholt."