ZPT weitet als Saaris Angebot aus

ZPT weitet als Saaris Angebot aus

Als Zentrum für die Bestandspflege von Unternehmen will sich die frühere ZPT unter dem neuen Namen Saaris profilieren. Fachkräftesicherung steht ebenso im Fokus wie das Saarland-Marketing.

Die Zentrale für Produktivität und Technologie (ZPT) hat sich umbenannt. Als Saaris will die frühere ZPT nicht nur mit einem neuen Namen, sondern auch einer anderen Ausrichtung stärker in die Öffentlichkeit treten. Das sagte gestern Saaris-Geschäftsführer Christoph Lang. Saaris steht für "Saarland Innovation & Standort" und soll die künftigen Kernfelder stärker in den Vordergrund rücken.

Kernfelder sind neben Innovations- und Patentberatung vor allem die Fachkräftesicherung und das Standortmarketing. Fachkräftesicherung hat schon in der jüngeren Vergangenheit an Bedeutung gewonnen, sei es mit der Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen, sei es mit der Beratungsstelle für Existenzgründer. In Zukunft solle der Fokus stärker auf dem Thema "Arbeitgeber-Attraktivität" liegen, sagt Lang.

Bereits jetzt hat die Saaris in diesem Bereich ein umfassendes Angebot. Die Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen ist dort ebenso angesiedelt wie die Beratungsstelle für Existenzgründer, aber auch die Servicestelle Arbeiten und Leben im Saarland, die sich dem Thema familienfreundliche Unternehmensführung widmet. "Während es zahlreiche Initiativen gibt, die sich um die Ansiedlung und Gründung neuer Unternehmen kümmern, sind wir die einzige Einrichtung für die Unternehmens-Bestandspflege", sagt Lang.

Die Umbenennung und Neuorganisation als Zentrale zur Bestandspflege von Unternehmen war bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Damit soll auch die Stellung der Saaris, die eine gemeinsame Organisation der Saar-Wirtschaft und des Wirtschaftsministeriums ist und bei der IHK beheimatet ist, gestärkt werden. Der im Koalitionsvertrag vorgesehene Name Zewis - die Abkürzung stand für "Zentrums für Existenzsicherung sowie für Wirtschafts- und Standortförderung" - war wegen eines Namenskonflikts mit einer Aschaffenburger Universitäts-Tochter allerdings nicht möglich. Stattdessen hat man sich auf Saaris geeinigt.

Saaris wird auch die zentrale Stelle für das geplante Saarland-Marketing sein. Geschäftsführer Christoph Lang hat federführend die Agenturauswahl und die Entstehung der neuen Werbekampagne begleitet, die am 21. Februar der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt werden soll.

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