Zahl der Firmenpleiten steigt in diesem Jahr kräftig an

Wiesbaden/Saarbrücken. In diesem Jahr werden wegen der Wirtschaftskrise ein Sechstel mehr Firmen pleite gehen als noch im Vorjahr. So jedenfalls lauten die Erwartungen des Statistischen Bundesamts. Voraussichtlich 34 000 Unternehmen würden in die Insolvenz gehen oder hätten dies bereits getan, teilten die Statistiker gestern mit

Wiesbaden/Saarbrücken. In diesem Jahr werden wegen der Wirtschaftskrise ein Sechstel mehr Firmen pleite gehen als noch im Vorjahr. So jedenfalls lauten die Erwartungen des Statistischen Bundesamts. Voraussichtlich 34 000 Unternehmen würden in die Insolvenz gehen oder hätten dies bereits getan, teilten die Statistiker gestern mit. Der Insolvenzverwalter-Verband rechnet mit einer weiter angespannten Lage, vor allem in der Automobilbranche und im Handel. Von Januar bis September seien nach Angaben der Statistiker bereits 24 700 Firmen pleite gegangen. Dies entspreche einem Anstieg von rund elf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Saarland war die Lage noch dramatischer. Hier ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den ersten neun Monaten um 34,6 Prozent von 254 auf 342 Fälle gestiegen. Mit 91 Fällen stellte der Handel dabei den größten Teil der Fälle, gefolgt vom Baugewerbe (61 Fälle) sowie dem Gast- und dem Verarbeitenden Gewerbe (je 36 Fälle). Die Zahl der Pleiten werde vorerst hoch bleiben, so der Verband Insolvenzverwalter Deutschlands (VID). "Wir beobachten eine Welle von Folgeinsolvenzen bei Zulieferern und Dienstleistern in den stark betroffenen Branchen", sagte VID-Chef Siegfried Beck. Speziell der Autobranche stehe nach Auslaufen der Abwrackprämie eine "extreme Marktbereinigung" bevor. afp/red

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