Worauf es im Kinderzimmer ankommt

Worauf es im Kinderzimmer ankommt

Damit sich Kids in ihrem kleinen Reich bis ins Teenie-Alter wohlfühlen, sollten Eltern bei der Kinderzimmerausstattung auf „mitwachsende“ Möbel setzen, die die Fantasie der Kleinen beflügeln und hohen Sicherheitsstandards gerecht werden.

Das Kinderzimmer ist Abenteuerspielplatz, Aufenthaltsraum und Ruhezone in Einem: Hier spielen und toben die Kleinen, hier „lesen” sie mit Papa ein Bilderbuch oder träumen nachts vom nächsten Abenteuer. Damit Eltern sicher gehen können, dass ihr Nachwuchs in der Kinderstube rund um die Uhr gut aufgehoben ist, gilt es, die Ausstattung sorgfältig auszusuchen. Bei der Kinderzimmereinrichtung sollten Eltern stets die Bedürfnisse der Kleinen im Auge behalten, wissen die Experten.

Insofern sollten Kindermöbel die Fantasie der Kleinen anregen und gleichzeitig hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. Zudem spielt Variabilität beim Kauf eine große Rolle: Im Idealfall wachsen die Möbel mit dem Zögling mit und begleiten ihn vom Baby- bis ins Jugendalter.

Was das Design von Babymöbeln angeht, erobert derzeit eine Farbe das Reich der Kleinsten: die Farbe Weiß. Ihr wird nachgesagt, sie wirke strahlend, aufmunternd und beruhigend zugleich und eignet sich daher bestens für Schrank, Wickelkommode und Kinderbettchen. Mindestens 70 auf 140 Zentimeter groß, kann das Bettchen mit einem hübschen Himmelstoff und einem Nest auf die jeweilige Größe des Kleinkindes abgestimmt werden. Ist dann das Schulalter erreicht, liegt beim Nachwuchs das kunterbunte Spielzimmer mit Etagenbett im Trend: Zusammen mit Anbauelementen wie Rutsche, Leiter, Kletterwand, Basketballkorb oder Torwand bildet es die optimale Mischung aus Spaß, Spannung und süßen Träumen. Für kleine Prinzessinnen, tapfere Ritter oder wackere Piraten gibt es auch bestimmte Aufsätze aus Stoff, die das Hochbett im Handumdrehen in ein Märchenschloss, eine Ritterburg oder andere sagenumwobene Themenwelten verwandeln. Dagegen haben sich kleine Formel-1-Fans bestimmt schon immer ein gemütliches Bett in Rennautoform gewünscht. Egal, welchen Traum Eltern ihren Kindern erfüllen möchten – eine hochwertige Einrichtung gepaart mit liebevollen Accessoires beflügelt die Fantasie der Kleinen und sorgt im Kinderzimmer für ausgelassene Stimmung.

Bei aller Fantasie darf im Kinderzimmer die Sicherheit der Kleinen unter keinen Umständen zu kurz kommen. Dazu zählen qualitativ hochwertige, wohngesunde Materialien ebenso wie effektive Kindersicherungen an Möbeln und Steckdosen. Die Qualität von Kindermöbeln, die meist aus massiver Buche, Birke oder Kiefer sowie furnierten Holzwerkstoffen mit entsprechend robustem, aber gesundheitlich unbedenklichem Lacküberzug bestehen, ist hierzulande durch das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ oder das „Goldene M “, das RAL-Gütezeichen für Möbel, gewährleistet. Erst wenn die Möbel eine Reihe von harten Tests im Prüflabor überstanden haben, erhalten sie eines dieser Gütesiegel. Daran können Eltern erkennen, dass die ausgewählten Möbel hohen Sicherheits- und Gesundheitsstandards entsprechen. Abgerundete Kanten sowie Leuchtelemente am Bett sorgen zusätzlich für das Wohl der kleinen Wildfänge.

Trotz hochwertiger Möbel kann das Kinderzimmer manchmal noch Gefahren bergen. Denn auf Augenhöhe kleiner Abenteurer liegen abgesehen von Spielzeug auch Steckdosen und Stromkabel. Entsprechende Schutzmaßnahmen sind aber schnell und kostengünstig installiert. So können Eltern die Steckdosen im Kinderzimmer nachträglich mit Kindersicherungen inklusive Verschlussmechanismus versehen oder Kinderschutzsteckdosen unter Putz installieren lassen, bei denen sich die Löcher der Dose verschließen, sobald der Stecker gezogen wird. Da sich im Kinderzimmer auch das ein oder andere elektrische Spielzeug befindet, ist ein sogenannter Fehlerstrom-Schutzschalter – kurz: FI-Schalter – ebenfalls sinnvoll. Er unterbricht die Stromzufuhr sofort, wenn Abweichungen im Stromfluss auftreten.

Damit Eltern nicht unnötig viel Geld in die altergerechte Kinderzimmereinrichtung investieren müssen, raten Experten: Da qualitativ hochwertige Möbel ihren Preis haben, sollten Eltern gleich auf „mitwachsende“ Möbelkonzepte setzen, die vielfältige Funktionen haben. Damit lässt sich aus der anfänglichen Babywelt eine Spieloase und später ein cooles Jugendzimmer zaubern, ohne dabei wichtige ergonomische Aspekte außer Acht lassen zu müssen. Denn variable Möbel, zum Beispiel Bett, Kommode oder Schreibtisch, passen sich stets an die veränderten Bedürfnisse der Kinder an und begleiten sie bis ins Jugendalter und da-
rüber hinaus. Die große Aufgabe für Eltern besteht darin, dass die Einrichtung des Raumes an stete Veränderung geknüpft ist: Was im Kleinkindalter lediglich als Schlaf- und Spielzimmer dient, entwickelt sich über die Jahre mehr und mehr zum persönlichen Rückzugsort.

Bei der Grundausstattung des Babyzimmers reicht es aus, sich auf die wesentlichen Möbelstücke – eine Wickelkommode, ein Bett und einen Schrank beziehungsweise ein Regal – zu beschränken. Praktisch für die Eltern ist ein bequemer Sessel für das nächtliche Stillen oder Flasche geben. Beim Bett sollte da-
rauf geachtet werden, dass es in der Höhe verstellbar ist und die Gitterstäbe abnehmbar sind. Ferner darf der Abstand zwischen den Stäben nicht größer als 6,5 Zentrimeter sein, damit der Kopf nicht dazwischen geraten kann.

Im gesamten Wohnraum ist Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Das schließt Kindersicherungen in den Steckdosen, Gummistopper an Ecken von Möbeln sowie Gitter vor Treppen ein. Gestalterisch eignen sich für das Babyzimmer eher sanfte als knallige Farben. Beliebt sind derzeit Pastelltöne, die eine behagliche und warme Atmosphäre schaffen. Zusätzlich ist es wichtig, dass das Zimmer abgedunkelt werden kann, da kleine Kinder in der Regel noch mehrmals täglich schlafen.

Das schnelle Wachstum der Kleinen macht die Einrichtung des Kinderzimmers zur Herausforderung. Bewährt haben sich mitwachsende Möbel. So wird beispielsweise aus einem Babybettchen durch das Entfernen der Gitterstäbe und zusätzliche Module schnell und einfach ein bequemes Kinderbett. Spätestens mit Eintritt in das Grundschulalter steht die Anschaffung eines Schreibtischs mit Stuhl an. Hier lohnt es sich, ergonomische und flexibel einzustellende Modelle zu wählen, um Haltungsschäden vorzubeugen. Unerlässlich ist ausreichend Stauraum, damit sowohl Spielsachen als auch Schulunterlagen ordentlich aufgeräumt und bei Bedarf wiedergefunden werden können.

Je älter der Nachwuchs wird, desto weniger wird gespielt und desto mehr rücken Freunde treffen und arbeiten in den Vordergrund. Das Jugendzimmer ist demnach sowohl Wohnzimmer als auch Arbeits- und Schlafbereich in einem. Zu empfehlen ist es, die einzelnen Bereiche mit einem Raumtrenner abzugrenzen, wenn die Zimmergröße das zulässt. Dies können funktionale Regale oder auch Vorhänge sein. In kleineren Zimmern empfiehlt es sich. mit farblichen Akzenten, beispielsweise einer Motivtapete oder einem flauschigen Teppich, Zonen zu kennzeichnen. red/tdx