| 20:29 Uhr

Wöhrl übernimmt Sinn-Leffers

Hagen/Saarbrücken. Der Nürnberger Modehändler Wöhrl übernimmt die Hagener Modekette Sinn-Leffers mit ihren rund 2000 Beschäftigten. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Handelsunternehmen mit 60 Modehäusern, mehr als 4000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 600 Millionen Euro, wie beide Unternehmen gestern in Hagen mitteilten

Hagen/Saarbrücken. Der Nürnberger Modehändler Wöhrl übernimmt die Hagener Modekette Sinn-Leffers mit ihren rund 2000 Beschäftigten. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Handelsunternehmen mit 60 Modehäusern, mehr als 4000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 600 Millionen Euro, wie beide Unternehmen gestern in Hagen mitteilten. Die beiden Marken Wöhrl und Sinn-Leffers sollen erhalten bleiben und alle Häuser fortgeführt werden. Über die Einbindung der Sinn-Leffers-Zentrale in Hagen in die neu formierte Gruppe würden in Kürze Gespräche aufgenommen. In der Hagener Zentrale arbeiten rund 120 Menschen. Zum Kaufpreis gab es keine Angaben."Sinn-Leffers passt perfekt zu Wöhrl", sagte Senior-Unternehmenschef Gerhard Wöhrl. Beide Ketten ergänzten sich nahezu ideal mit ihren Standorten und ihrer Geschäftsauffassung. Wöhrl erweitere mit dem Kauf seine regionale Reichweite deutlich. Wöhrl ist vor allem in Bayern und Ostdeutschland vertreten, Sinn-Leffers im Westen und Norden. Die Übernahme bringe beiden Seiten Vorteile bei Einkauf, Marketing und Kundenansprache, sagte Sinn-Leffers-Geschäftsführer Karsten Oberheide. Wöhrl sei als langfristig ausgerichtetes Familienunternehmen ein "gutes Zuhause". Das Bundeskartellamt muss dem Geschäft noch zustimmen.


Sinn-Leffers hatte im Sommer 2008 Planinsolvenz angemeldet. Seit dem Ende des Verfahrens ist das Unternehmen mit deutlich verkleinertem Ladennetz und halbierter Mitarbeiterzahl am Markt. Sinn-Leffers unterhielt bis 2009 auch Filialen in Saarbrücken, St. Ingbert und Neunkirchen. dpa/red