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Dax und MDax seit Montagsrally wie festgefahren

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen
Frankfurt/Main (dpa). Die Euphorie zum Wochenstart über die erste Etappe der Wahl in Frankreich ist bei deutschen Anlegern der Zurückhaltung gewichen. Nach ihrem Rekordlauf zeigen sich Dax und MDax kaum bewegt.

Bis zum Nachmittag sank der Leitindex um 0,10 Prozent auf 12.455,19 Punkte. Tags zuvor hatte er in Mini-Schrittchen bei 12.482 Zählern eine weitere Bestmarke erreicht. Vorausgegangen waren Kursgewinne am Montag, mit denen der Erfolg von Emmanuel Macron im ersten Wahlgang als Ja zu einem weiterhin EU-treuen Frankreich gefeiert wurde.

Der MDax, der am Dienstag bis auf 24.634 Punkte geklettert war, sank nun um 0,06 Prozent auf 24.600,94 Punkte. Der Technologie-Index TecDax legte zugleich um 0,59 Prozent auf 2078,59 Zähler zu. Der EuroStoxx 50 gab unterdessen moderat nach.

Neuer Auftrieb für die Märkte könnte nun von den Steuerplänen des US-Präsidenten kommen. In Washington sollte es an diesem Mittwoch laut Donald Trump eine „große Ankündigung“ geben. Unklar ist jedoch noch, wann genau Trump die Pläne vorlegt und welchen Umfang diese haben werden. Experten warnen zudem vor Enttäuschungen, sobald es an die Umsetzung gehen werde.

Auf Unternehmensseite stand Daimler im Fokus. Nach einem starken Auftakt - die wichtigsten Eckzahlen waren bereits kommuniziert worden - blickt der Autobauer nun deutlich optimistischer auf das laufende Jahr. Die Aussagen seien aber nicht allzu überraschend gekommen, hieß es am Markt. Die Papiere reagierten denn auch mit einem Kursabschlag von 0,39 Prozent.

Im SDax stiegen die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung zuletzt um 1,63 Prozent.

Im MDax zählten die Anteilsscheine von CTS Eventim mit minus 3,22 Prozent zu den schwächsten Werten. Die KPS Stiftung hatte in größerem Umfang Aktien des Ticket-Vermarkters platziert. Außerhalb der Dax-Familie sprangen die Anteilsscheine von Epigenomics um knapp 44 Prozent auf 7,11 Euro hoch. Eine chinesische Beteiligungsgesellschaft will das Biotechnologieunternehmen übernehmen.

Abgesehen von Unternehmensnachrichten bewegten zudem Analystenkommentare: Unter anderem büßten die Aktien des Ökostrom-Unternehmens Innogy 1,76 Prozent ein, nachdem sie von der britischen Bank HSBC auf „Reduce“ abgestuft wurden. Jungheinrich gaben sogar um 3,33 Prozent nach. Sie litten darunter, dass das Analysehaus Warburg Research die Papiere des Gabelstapler-Produzenten nach den jüngsten Kursgewinnen nicht mehr länger zum Kauf empfiehlt.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 141,60 Punkte. Der Bund Future rückte zugleich um 0,25 Prozent auf 161,11 Punkte vor. Der Euro fiel auf 1,0894 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch bis auf 1,0951 Dollar gestiegen war. Am Dienstag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0891 (Montag: 1,0848) Dollar festgesetzt.