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Börse in Frankfurt
Dax pendelt um 11 300 Punkte

 Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen FOTO: Fredrik von Erichsen
Frankfurt/Main. Der Dax ist im frühen Handel um die Marke von 11.300 Punkten gependelt. Die zahlreichen Autowerte im Leitindex hemmten angesichts drohender Strafzölle aus den USA den weiteren Spurt nach oben. dpa

Zuletzt sank der Dax um 0,15 Prozent auf 11.283,24 Punkte. Am Freitag noch hatte er um knapp 2 Prozent zugelegt und damit ein Wochenplus von 3,6 Prozent eingefahren.


Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, gewann 0,16 Prozent auf 24.363,06 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,05 Prozent auf 3239,68 Punkte abwärts.

Vorsichtig verhalten waren Anleger für Autoaktien gestimmt. Falls die USA zur Ansicht gelangt, dass der Import von Autos und Zulieferteilen die nationale Sicherheit beeinträchtigt, könnte US-Präsident Donald Trump binnen 90 Tagen darüber befinden, ob er Sonderzölle erheben will.



Besonders betroffen wären davon laut einer Studie des Münchner ifo Instituts die deutschen Hersteller. Entsprechend waren deutsche Autowerte wie BMW, Daimler, VW und Continental schwächer gestartet, erholten sich zum Teil allerdings im frühen Handel wieder etwas.

Die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard gewannen im Dax 8 Prozent und profitierten von einem Beschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Die Bafin untersagte neue Spekulation auf fallende Aktienkurse. In jüngster Zeit hatte der Kursverlauf der Aktie einer Achterbahnfahrt geglichen, nachdem die „Financial Times“ mehrfach über mögliche Bilanzierungsverstöße veröffentlicht hatte, die von Wirecard dementiert wurden.

Zu den Schlusslichtern im Dax zählten mit minus 1,5 Prozent die Anteile der Lufthansa. Die Ölpreise legten nach bereits starken Gewinnen in der vergangenen Woche weiter zu.

Außerhalb der Dax-Familie büßten die Aktien von Vapiano knapp 11 Prozent ein. Den Anlegern der Restaurantkette ist nach einer schwächer als zuletzt angepeilten Geschäftsentwicklung endgültig der Appetit vergangen. Sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis war Vapiano 2018 unter den zuvor bereits zwei Mal gesenkten konzerneigenen Jahreszielen geblieben.