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BGH-Urteil zu Eventim-Ticketgebühr
CTS Eventim darf Kunden keine Ticket-Gebühr berechnen

Online-Ticketverkauf (Symbolbild).
Online-Ticketverkauf (Symbolbild). FOTO: dpa, cdt cul lof
Viele Kunden haben sich in der Vergangenheit über die Berechnung von Gebühren für selbst ausgedruckte Tickets durch den Ticketvermarkter CTS Eventim geärgert. Nach einem BGH-Urteil sollte damit jetzt Schluss sein.

Denn der Bundesgerichtshof hat nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine Gebühr des Ticket-Vermarkters für das Selbst-Ausdrucken von Eintrittskarten gekippt. Das Karlsruher Gericht habe CTS untersagt, von den Kunden 2,50 Euro zu verlangen, wenn diese das per E-Mail zugesandte Ticket am heimischen Computer ausdruckten, teilten die Verbraucherschützer am Donnerstag mit. (Az. III ZR 192/17) Das drückte die CTS-Aktie um zehn Prozent auf den 34,36 Euro, den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren. Nach Ansicht der Verbraucherschützer muss CTS Eventim die für "print@home" zu Unrecht erhobenen Gebühren an die Kunden zurückzahlen.


Ein CTS-Eventim-Sprecher sagte Reuters, die Gebühr betreffe weniger als zehn Prozent der in Deutschland verkauften Tickets. Man werde vorerst auf die Gebühr verzichten. Wenn nötig, werde man Anpassungen vornehmen. Möglicherweise könne sie auch in verringerte Höhe beibehalten werden.

(felt/Reuters/dpa)