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Zahl der Firmenpleiten in Deutschland sinkt auf Tiefstand

Frankfurt. Dank der robusten Konjunktur und niedriger Arbeitslosigkeit sind in diesem Jahr erneut weniger Unternehmen und Verbraucher in Deutschland in die Pleite gerutscht. Die Zahl der Firmeninsolvenzen sank im Vergleich zu 2015 um 6,4 Prozent auf 21 700, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform gestern mit. Es war der niedrigste Stand seit Einführung der Insolvenzordnung 1999. Agentur

Im kommenden Jahr rechnen die Experten mit einem weiteren Rückgang auf 20 000 bis 21 000 Fälle. Auch die Zahl der Verbraucherpleiten werde weiter sinken, zuletzt verlangsamte sich das Tempo allerdings. Den sechsten Rückgang in Folge bei den Firmenpleiten erklärte Creditreform mit der stabilen Konjunktur und der guten Finanzierungssituation. Steigende Umsätze und Erträge verbesserten die Stabilität der Unternehmen. Durch die Niedrigzinsen kommen Firmen zudem billiger an Geld.



Die finanziellen Schäden für die Gläubiger stiegen gegenüber dem Vorjahr allerdings deutlich um mehr als 40 Prozent auf rund 27,5 Milliarden Euro. Geschätzt 221 000 Jobs waren von der Insolvenz des Arbeitgebers betroffen, das waren 1,8 Prozent weniger als 2015.