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Kommentar
Wirtschaft gehört in die Schule

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn? Wie genau funktioniert ein Unternehmen? Während solche Themen in Berufsschulen selbstverständlich auf dem Lehrplan stehen, sind sie im Gymnasium kaum zu finden. Insofern ist das Projekt der Schülerfirmen ein großartiges Beispiel, wie Wirtschaftswissen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt werden kann. Schade nur, dass sich noch immer nur so wenige Schulen im Saarland an dem Programm beteiligen.
Joachim Wollschläger

Wie faszinierend die Firmenprojekte für die Schüler sind, zeigt sich an dem Einsatz für die eigene Firma. Stunden verbringen sie damit, ein Produkt zu schaffen und dafür einen Markt zu finden. Auch die Produktion ist oft höchst aufwändig. Die Jung-Unternehmer lernen, wie schwierig es ist, den richtigen Markt zu finden und dass ein gutes Produkt nicht automatisch auch Käufer findet. Geld steht dabei nicht im Vordergrund, denn wenn überhaupt, zahlen die Firmen ihren Mitarbeitern verschwindend geringe Löhne.


Dass die Schülerfirmen nicht nur Spielerei sind, zeigen die erfolgreichen Firmen der vergangenen Jahre, die über viele Jahre weitergeführt worden, und aus denen teilweise sogar Patente hervorgegangen sind. Auch die Schüler bestätigen dies, wenn sie sagen, dass sie erst durch die Praxis Wirtschaft wirklich verstanden haben.