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Personalführung
Digitalisierung und Demografie lassen sich kombinieren

Saarbrücken. Es sind zwei Trends, mit denen sich die Unternehmen aktuell auseinandersetzen müssen. Auf der einen Seite ist eine zunehmende Digitalisierung gefragt, um auf dem neuesten Stand zu bleiben, auf der anderen Seite wird die Belegschaft immer älter – und steht neuer Technik häufig immer weniger aufgeschlossen gegenüber. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

Mit diesem Konflikt hat sich das Demografie Netzwerk Saar in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit bei einer Veranstaltung in der Villa Europa in Saarbrücken auseinandergesetzt. Nicht nur die physischen, sondern auch die psychischen Belastungen gelte es zu betrachten, um Ältere bis zur Rente fit im Produktionsprozess zu halten. Andreas Hinz vom RKW Kompetenzzentrum aus Eschborn rät vor allem dazu, den Mitarbeitern durch eine direkte Einbindung in die Prozesse die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen. Unbestritten sei zwar, dass Ältere weniger schnell und flexibel lernen, umgekehrt könnten sie dies aber durch hohes Erfahrungswissen ausgleichen. Mit diesem könnten sie sogar helfen, digitale Programme noch zu verbessern – ein besonderer Motivationsfaktor. Letztlich zeige sich, dass zwar jüngere Mitarbeiter Aufgaben schneller bewältigen könnten, Ältere aber weniger Fehler machen. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit stellt mehrere Broschüren zur Verfügung, mit denen Unternehmen prüfen können, wie gut sie aufgestellt sind.