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Tourismus
Wie das Saarland mehr Bus-Touristen anlocken kann

Saarbrücken. Mit dem Bus zu den Wirkungsstätten Martin Luthers. Nur eine Möglichkeit, die aus einem Thema oder einem Themenjahr ein Reiseerlebnis macht. Wie solche Reisen zu vermarkten sind, darüber diskutierten am Montag beim Tag der Bustouristik im Saarbrücker Schloss knapp 210 Branchenvertreter unter anderem aus Deutschland, Norwegen, England, Frankreich und der Schweiz. Von Dennis Langenstein

Ein heimisches Thema für eine solche Tour, könnten die Denkmäler der saarländischen Montan-Geschichte sein, wie Dieter Gauf, Hauptgeschäftsführer des Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA), anhand der Völklinger Hütte erklärte. Sein Verband hatte zum Tag der Bustouristik nach Saarbrücken eingeladen, auch um den Teilnehmern die Möglichkeiten im Saarland vor Augen zu führen. Dabei gehörten Themenreisen in die Domäne der kleinen und mittelständischen Betriebe. „Es geht dabei immer um eine spezielle Zielgruppe und um Maßanfertigungen“, sagte er. Hier seien Spezialisten gefragt. Lob gab es von RDA-Präsident Benedikt Esser: „Die Völklinger Hütte ist höchst beeindruckend. Brillant gemacht – so als wäre sie gerade verlassen worden“, schilderte er seine Eindrücke, die er gerne mit weiteren Touristen teilen würde. Und mit den Themen Natur, Nachhaltigkeit und sanfter Tourismus habe das Saarland die richtigen Trends in der Branche im Blick. Allerdings dauere es, bis solche Angebote in die Reisekataloge kommen, denn die Unternehmer müssten erst aufmerksam werden. „Es braucht Zeit, doch Sie gehen im Saarland den richtigen Weg“, ermutigte er.


 „Wir haben es geschafft, den Tourismus zum Wirtschaftsfaktor zu machen“, erklärte Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD) und verwies auf den Strukturwandel, der sich seit dem Ende des Bergbaus 2012 in der Region vollzogen hat. Drei Millionen Übernachtungen zählte die Gastro Branche 2016 im Saarland und erzielte einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.